Dr. Thorsten Zisowski ist neuer Geschäftsführer des USB

„Verlockendes Angebot“

Stillstand scheint im Leben von Dr. Thorsten Zisowski (45) ein Fremdwort zu sein. Der neue Geschäftsführer des USB und Nachfolger von Kerstin Abraham ist in unterschiedlichen Bereichen tätig gewesen. Jetzt – genauer gesagt seit dem 1. September, liegt sein Arbeitsplatz „vor der Haustür“. Das Angebot des USB sei zu verlockend gewesen, um es auszuschlagen, sagt Zisowski.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 22.09.2012, 08:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neuer USB-Geschäftsführer: Dr. Thorsten Zisowski.

Neuer USB-Geschäftsführer: Dr. Thorsten Zisowski.

„Der USB ist ein gut bestelltes Haus.“ Das soll aber nicht heißen, das er „nur“ den Ist-Zustand bewahren will. Zwar würde es sich bei der Abfallentsorgung um eine stark reglementierte Branche handeln, doch Stillstand bedeute für ein Unternehmen Rückschritt. Als ein großes Zukunftsthema beschreibt er die Entsorgung des Bioabfalls. Sein Kollegte Werner Meys wirft im Redaktionsgespräch ein, dass über die Wertstoffhöfe große Vorarbeit geleistet wird. „Die Bochumer Bürger sammeln im Schnitt 40 Kilogramm pro Jahr.“ In anderen Städten der Region seien es gerade einmal 20 bis 23 Kilogramm. Zufrieden ist der USB deshalb noch nicht. Er sieht Steigerungsmöglichkeiten.

„Abfälle sind Rohstoffe“, lautet das Credo der USB-Geschäftsleitung. Es versteht sich von selbst, dass die Stadttochter möglichst einen Großteil davon in der Stadt selbst einsammeln und damit die Arbeitsplätze im Unternehmen sichern will. „Das Thema Wertstofftonne beschäftigt uns alle“, sagen Meys und Zisowski. Der langjährige USB-Geschäftsführer Meys ist froh, mit Zisowski wieder einen Partner zu haben, mit dem er über den richtigen Weg diskutieren kann. Wohin er das Unternehmen führen wird? Auf jeden Fall weiter in einen engen Dialog mit den Bürgern. „Man trennt in den Haushalten“, sagt der neue Geschäftsführer. Wenn alles in einer Tonne landen würde, sinke die Qualität der Rohstoffe. Einig sind sich Meys und Zisowski auch in der Wertschätzung von Kooperationen. „Was nutzt die schönste Anlage, wenn sie nicht ausgelastet ist?“

Auf die Frage, wohin die Reise denn für den USB gehen könnte, spekuliert der neue Geschäftsführer über ein möglicherweise neues Geschäftsfeld. Was das sein könnte, verrät er allerdings nicht. Konkreter wird der zweifache Familienvater allerdings in einem anderen Punkt. Das Bild des USB in der Stadt soll noch bekannter werden.