Drama im großen Boot

08.09.2019, 19:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von Petra Nachtigäller

Dramatisches Ruder-Rennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal: Der Deutschland-Achter feierte zwar beim SH-Netz-Cup in Rendsburg seinen 14. Sieg in der 19. Auflage, aber diesmal war das 12,7 Kilometer lange Marathon-Rennen überschattet von zwei Ruderern, denen während des Rennens schwarz vor Augen wurde.

Einer der beiden war Christopher Reinhardt aus dem deutschen Großboot, das eine Woche zuvor noch Weltmeister geworden war. Der 22-Jährige, der Jüngste im Boot, war noch nie eine so lange Strecke im Wettkampf gerudert. Ab dem achten Kilometer war der Sportler aus dem nordrhein-westfälischen Dorsten so erschöpft, dass er die Kontrolle über seinen Körper verlor, dann sogar ohnmächtig wurde. Seine Kollegen hielten das Boot kurz an, ruderten dann aber weiter.

In der Zwischenzeit überholten der niederländische Achter das deutsche Boot, doch dann wurde auch dort ein Ruderer ohnmächtig. Am Ende gewann Deutschland, aber das war nicht so wichtig. Ein Sanitätsboot holte die erschöpften Ruderer ab, sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Beide gaben wenige Stunden nach dem Rennen Entwarnung. Ihnen gehe es wieder gut. Über die Nachricht waren alle sehr erleichtert.