Dramatische Rettung

HEVEN Mischlingshund "Attila" stürzte zehn Meter in die Tiefe. Während seine Besitzerin ihn verzeifelt suchte, lang der Collie.Mischling winselnd auf einem Felsvorsprung: Feuerwerk hatte ihn in Panik versetzt.

von Von Lisa Timm

, 31.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dramatische Rettung

Anja Brendl und Attila.

Was war geschehen? Sonntagabend drehte das Paar mit seinen beiden Hunden die übliche Runde am Knapp in Heven. Wohlweislich diesmal etwas früher, weil zum Abschluss des Kemnader Hafen- und Seefestes ein Feuerwerk angesagt war. "Attila reagiert total schreckhaft auf laute Knaller. Wir sind extra vor dem angekündigten Zeitpunkt los", sagt Anja Brendl. Der aber wurde nicht eingehalten. Als die ersten Kracher zündeten, stahl sich "Attila" völlig verschreckt davon.

Schlaflose Nacht

Für Anja Brendl und ihren Freund folgte eine schlaflose Nacht mit pausenloser Suche nach dem Hund. "Auch die Nachbarn halfen dabei mit, freute sich die 38-jährige über die große Hilfsbereitschaft.

Doch "Attila" blieb verschwunden. Am darauf folgenden Montag setzte die 38-Jährige, die erst vor drei Wochen zu ihrem Freund nach Witten gezogen war, alle Hebel in Bewegung, um den Border Collie-Mischling zu finden. Vergeblich. Anrufe bei der Polizei und im Tierheim verliefen negativ. Auch die erneute Suche zu Fuß, mit Fahrrad und Auto brachte keinen Erfolg.

Polizei rief an

Dann, kurz vor Mitternacht am Montag, schellte das Telefon. "Die Polizei informierte mich darüber, dass man Attila offenbar gefunden hatte, auf einem Felsvorsprung in 25 Meter Höhe", erinnert sich Brendl noch mit Schaudern an die folgende Rettungsaktion im Steinbruch an der Herbeder Straße.

Dort war "Attila" über die Kuppe zehn Meter in die Tiefe gestürzt und war auf einem kleinen Felsvorsprung liegen geblieben. Auf den Hund aufmerksam geworden waren Nachbarn oberhalb des Steinbruchs, die das ständige Winseln und Jammern hörten, es zunächst aber nicht orten konnte.

Als sie bei ihrer Erkundung entlang der Herbeder Straße die missliche Lage von Attila entdeckten, lief die Rettungsaktion der Feuerwehr an. Bei völliger Dunkelheit kämpften sich drei schwindelfreie Feuerwehrmänner von unten zu dem Felsvorsprung in 25 Meter Höhe vor. Dort sicherten sie den unverletzten Hund mit einer Bandschlinge und trugen ihn dann in einer großen Transportbox sicher zur Erde. Unter Freudentränen nahm Frauchen Anja den Ausreißer in Empfang.