Drei ganz wichtige Punkte

VfL schlägt FC St. Pauli 1:0

Der VfL Bochum hat die berechtigte Kritik nach der Heimniederlage gegen Frankfurt in positive Energie umgesetzt. Nach 93 Minuten feierte die Elf von Trainer Neururer beim FC St. Pauli einen verdienten 1:0 (1:0)-Erfolg und sicherte sich drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

HAMBURG

von Von Christian Aubel

, 16.02.2014, 16:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Drei ganz wichtige Punkte

Bereits nach 12 Minuten bejubelten die Bochumer das entscheidende Tor. Holmar Eyjolfsson (3. von rechts) nimmt von Mirkan Aydin (von links), Richard Sukuta-Pasu und Florian Jungwirth die Glückwünsche zu seinem ersten Zweitligator entgegen.

Schon nach 12 Minuten fiel der entscheidende Treffer. Nach einem Eckball von Yusuke Tasaka verlängerte Holmar Eyjolfsson das Leder ins Hamburger Tor. "Mein Vater Jolly Sverrisson sieht sich jedes meiner Spiele im Fernsehen an und meinte, dass es höchste Zeit für mein erstes Pflichtspieltor ist. Das es dann gleich das Siegtor war, ist umso schöner", strahlte der 23-Jährige. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen lieferte Eyjolfsson vor 29 063 Zuschauern am ausverkauften Millerntor eine konzentrierte und kämpferisch überzeugende Leistung ab und ließ den Gastgebern keinen Raum, ihr Spiel zu entfalten. "Wir haben unglaublich gut gearbeitet", fand dann auch der immens fleißige Florian Jungwirth.Selten in Gefahr Von Trainer Peter Neururer war der VfL bestens auf das Spiel der Hamburger eingestellt. Torhüter Andreas Luthe musste kaum einmal gefährliche Situationen überstehen. Spätestens an den Innenverteidigern Patrick Fabian und Marcel Maltritz prallten die Angriffsbemühungen der Gastgeber ab. Und wenn Bochums Schlussmann doch einmal gefragt war, erledigte er die ihm gestellten Aufgaben souverän.Keine Ruhe im Spiel Dennoch mussten der VfL bis zum Schluss um den Erfolg bangen. Zu ungenau und überhastet waren die Angriffsbemühungen der Bochumer vor allem in den zweiten 45 Minuten. "Wir müssen auch einmal ruhiger spielen und den Ball in den eigenen Reihen halten. Aber nach so einem Erlebnis wie gegen Frankfurt kann man auch nicht erwarten, dass wir selbstbewusst auftreten", sieht Jungwirth noch Luft nach oben. Und so mussten die Blau-Weißen in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einmal tief durchatmen, als ein Knaller des Ex-Bochumers Marc Rzatkowski nur an die Querlatte klatschte. "Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Punkt auch nicht verdient gewesen", gab St. Pauli-Coach Roland Vrabec offen zu.Zusammengerückt So durfte Peter Neururer nach einer turbulenten Woche ein positives Fazit ziehen: "Die Ereignisse der letzten Woche - die Niederlage gegen Frankfurt und der Weggang von Ken Ilsö - haben die Mannschaft zusammenrücken lassen. Defensiv war es sehr gut, das war in der Vergangenheit nicht immer so. Der Sieg war wahnsinnig wichtig, um nicht unten reinzurutschen."

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