Drei Stadtteile ohne Geldautomaten

Sparkasse

LÖTTRINGHAUSWEN / PERSEBECK Die Sparkasse schließt ihre SB-Stelle an der Menglinghauser Straße in Persebeck / Kruckel und die Geschäftsstelle in Löttringhausen ersatzlos. Der Leiter der Sparkassen-Kommunikation, Klaus Steenweg, begründete diesen Schritt mit verändertem Kundenverhalten.

von Von Peter Bandermann

, 30.09.2009, 18:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drei Stadtteile ohne Geldautomaten

Die Sparkasse dünnt ihr Filialnetz aus. Dagegen stellt sie erweiterte Öffnungszeiten.

So nicht nur in Persebeck, sondern auch in Löttringhausen: Auch dort können Sparkassen-Kunden in Zukunft kein Bargeld abheben. Stellt sich die Frage, wie nicht mobile Senioren, die bevorzugt im eigenen Stadtteil einkaufen, an Bargeld kommen. „Dafür gibt es unseren Geld-Express“, so Steenweg. Ein Geldbote der Sparkasse liefere den zuvor vereinbarten Betrag persönlich ins Haus. Dieser Service ist grundsätzlich gebührenpflichtig, langjährige Kunden hätten jedoch eine gute Verhandlungsposition. „Darüber sprechen wir mit unseren Kunden aber persönlich“, so Steenweg weiter.

Kritik an diesem Konzept äußerte gestern Seniorenbeirat Professor Ernst-Wilhelm Schwarze. „Das ist nicht hinnehmbar. Dieser Schritt muss rückgängig gemacht werden. Selbst dann, wenn sich das wirtschaftlich nicht rechnet“, so der Seniorenbeirat aus Hombruch. Der Sparkassen-Geldbote sei keine Alternative. „Ich will auch als Senior frei sein in der Wahl der Zeit und des Ortes für Bargeldabhebungen. Also auch sonntags, wenn ich zufällig dann Geld brauche.“ Das habe etwas mit Lebensqualität und persönlicher Lebensgestaltung zu tun. Zudem hätten Senioren auch Vorbehalte gegenüber Fremden. Nur ungern würden sie für Geldübergaben die Tür öffnen, auch, weil die Polizei Senioren vor Tricks an der Haustür warne. 

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