Drittes und letztes Bild im Mikro-Museum zu sehen

Portikus am Bergbaumuseum

Im Portikus am Bochumer Bergbaumuseum hat das Ausstellungsprojekt Raumschau am Mittwoch das dritte und letzte Bild enthüllt. Der Betrachter wird zum Beobachter, der durch einen Tür-Spion blinzelt. Diesmal geht es um Kälte. Und um Tod.

BOCHUM

von Von Julia Wessel

, 16.02.2012, 05:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lio Gornig (rechts) und Lena Wesholowski in ihrer Installation "Bild III" der Ausstellung "Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt".

Lio Gornig (rechts) und Lena Wesholowski in ihrer Installation "Bild III" der Ausstellung "Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt".

Der Eindruck von Eis und Kälte gelingt durch die Kuben, die in dem schlauchförmigen Raum angeordnet sind. Der ist ebenfalls weiß. Doch blickt man in diesen nicht einfach entspannten Auges hinein. Der Tür-Spion, ist von innen an die Portikus-Tür montiert, wird so zum Weitwinkelobjektiv, durch das der Betrachter blickt. Noch stärker mit dem gesamten Raumeindruck wollten die beiden befreundeten Künstlerinnen arbeiten, diesen und dessen Verzerrung noch weiter steigern. Das ist durchaus gelungen. Wie eine Wunderkammer funktioniert der Portikus. Spannend ist es, wenn man vor die dunkle Holztür tritt und nicht weiß, was einen erwartet.

Die Kunst auf Knopfdruck potenziert die Spannung, denn sie erschließt sich nicht mit einem Blick. Dass der Betrachter nicht unbegrenzt Zeit zum Staunen hat, kommt hinzu. Nach 19 Sekunden ist die Show vorbei, der Raum wieder dunkel. Das weiß der Betrachter nicht, er ahnt es höchstens. Mit der dritten Ein-Bild-Ausstellung endet die Serie „Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt“ im Mikro-Museum Portikus.