DRK Wattenscheid sucht dringend neue Helfer

Zu wenige Ehrenamtliche

Das Jahr 2015 stand beim Deutschen Roten Kreuz Wattenscheid unter dem Motto der Fördermitgliedersuche. 360 neue Mitglieder konnten gewonnen werden. An freiwilligen Helfern mangelt es jedoch immer noch: Aus diesem Grund will das DRK 2016 das Ziel verfolgen, neue Ehrenamtliche zu gewinnen.

WATTENSCHEID

05.01.2016, 05:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
DRK Wattenscheid sucht dringend neue Helfer

Mark Büteröwe (l.) und Thorsten Junker vom DRK Wattenscheid suchen ehrenamtliche Helfer.

"Auch Dein Talent ist bei uns gefragt!" steht auf einer Infobroschüre. In dieser finden sich die verschiedenen Bereiche, in denen Interessierte sich engagieren können. Veranstaltungen, Katastrophenschutz, Öffentlichkeitsarbeit und Sanitätsdienste – das sind nur einige. "Es fehlt in fast allen Bereichen", sagt Thorsten Junker, DRK-Präsident. Und er fügt hinzu: "Hintergrund ist die Tatsache, dass die Aufgaben immer größer werden und die Helferschaft immer geringer."

Helfer einkaufen

Auch die aktuelle Flüchtlingssituation spiele dabei eine Rolle. Denn die habe das DRK Wattenscheid vor neue Aufgaben gestellt. Schulen und Turnhallen mit Feldbetten ausstatten, Lebensmittel und Kleidung ausgeben – das gehöre in den Bereich des Katastrophenschutzes und würde somit auch das DRK betreffen. Noch könne man seine Aufgaben in Wattenscheid stemmen, doch einfach sei es nicht immer, sagt Mark Büteröwe, Bereichsleiter beim Jugendkrotkreuz (JRK).

 

Oft müssen Kräfte aus anderen DRK-Kreisverbänden angekauft werden – so etwa beim kommenden Wattenscheider Karneval. Hier war die aktuelle Helferzahl des DRKs einfach zu knapp. In vielen anderen Bereichen seien gerade noch ausreichend viele Ehrenamtliche vertreten, sagt Junker. Doch wenn die Zahlen weiter sinken, dann gäbe es ein "ernstes Problem". Und leider tun sie das. Bei älteren Helfern durch Krankheit und durch Tod, bei jüngeren Helfern durch Familiengründungen, durch den Beruf oder durch den Umzug in eine andere Stadt. 110 aktive Helfer gäbe es zurzeit beim DRK Wattenscheid. Vor einigen Jahren waren es laut Junker allerdings noch rund 180.

Fehlende Zivis

Vor allem die Abschaffung des Wehrersatzdienstes im Jahr 2011 habe das DRK Wattenscheid 2015 "sehr getroffen", sagt Pressesprecher Christian Lange. Erst jetzt hätten sich die Auswirkungen bemerkbar gemacht. Denn viele Wehrersatzdienstleister hatten sich weiterhin aktiv beim DRK Wattenscheid engagiert. Viele von diesen hätten den Kreisverband jedoch mittlerweile aus den oben genannten Gründen verlassen.

 

Doch das DRK Wattenscheid will seinen Helfern auch einiges bieten. Hochqualitative Aus- und Weiterbildungen in verschiedenen Bereichen, die auch im Beruf von Nutzen sein können – aber auch die Teilnahme an interessanten Veranstaltungen oder die Umsetzung von eigenen Ideen, etwa in Form von Projekten wie Spielenachmittagen für Kinder.

"Von 0 auf 100"

Wer wo und wie tätig sein will, das stehe jedem frei. "Hier gibt es keine kreativen Einschränkungen", sagt Lange. Zudem werde bei jedem Helfer geklärt, welche Interessen dieser mitbringt. Vorkenntnisse sind dabei nicht von Nöten. Lange: "Wir schulen auch von 0 auf 100."

Interessierte können sich unter Tel. (02327) 8 70 17 oder unter info@drk-wattenscheid.de informieren. Am Freitag, 8. Januar, findet um 18 Uhr in den DRK-Räumlichkeiten in der Sommerdellenstraße 26 der erste Helferabend statt. Auch zu diesem sind Interessierte eingeladen.  

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