Dschungel in Neonfarben

HERBEDE Auf dem Boden eines verdunkelten Raumes im Markuszentrum Herbede liegt eine ultraviolett leuchtende Lichtröhre. Hier in der Evangelischen Kirchengemeinde ist das Schwarzlichttheater ZADU seit zehn Jahren zu Hause.

von Von Lena Kücük

, 12.11.2007 / Lesedauer: 2 min

ZADU, das steht für "zappenduster". Und dunkel muss es bei der Aufführung der Schwarzlicht-Theaterstücke unbedingt sein. Seit 1997 planen und gestalten zehn bis 15 Frauen jedes Jahr mit viel Liebe zum Detail und hohem Freizeitaufwand die Inszenierungen, die bei Kindern und Erwachsenen für Begeisterung und Staunen sorgen.

Was 1993 mit einer spontanen Idee begann und zunächst als einmaliges Projekt gedacht war, führte 1997 zur Gründung von ZADU.

In diesem Jahr wollten die 14-köpfige Frauengruppe anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Schwarzlicht-Theaters ein ganz besonderes Stück aufführen. Ein Jahr lang trafen sich die Mütter ehemaliger Kindergartenkinder wöchentlich im Markuszentrum, um vor Ort und anschließend in intensiver Heimarbeit Kostüme, Bühnenbilder und Requisiten für das "Dschungelbuch" zu gestalten.

Im Laufe der zehn Jahre haben die kreativen Frauen an Routine und Erfahrung gewonnen. Doch mutiges Ausprobieren und viel Vorstellungsvermögen sind unerlässlich: "Wir sind die einzige Gruppe, die ganze Stücke macht. Eine Geschichte mit Handlung zu spielen ist fürs Schwarzlicht-Theater eher untypisch", betont Rutgart Siegler die Einzigartigkeit von ZADU.

Eintrittspreise decken Materialkosten

Zum wiederholten Male ist deshalb auch die Ruhrbühne mit der Bitte um zwei Aufführungen an die erfolgreiche ZADU-Gruppe herangetreten. Ursprünglich aus Spenden und eigener Tasche finanziert, kann ZADU inzwischen seine Materialkosten über die Eintrittspreise decken.

Zusätzliche Einnahmen werden gemeinnützig gespendet, denn um einen finanziellen Gewinn ging es den Verantwortlichen nie. Umso mehr schmerzt die Schwarzlicht-Akteurinnen die Aussicht, in diesem Jahr für die Verwendung der Dschungelbuch-CD GEMA-Nutzungsgebühren zahlen und deshalb ihre aktiven Spenden zurückfahren zu müssen. Schwarz sehen die Frauen deshalb aber nicht und starten weiter durch.