Duftforscher spendet sein Preisgeld

Bierkutschermütze

Wie sehr ihm das Ruhrgebiet am Herzen liegt, bewies Professor Dr. Dr. Hanns Hatt, Träger der Moritz Fiege Bierkutschermütze 2015, jetzt bei einem Besuch des St. Hildegard-Hospizes an der Königsallee. Dort spendete der gebürtige Bayer, der seit Jahrzehnten an der Ruhr-Universität lehrt und forscht, das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro an zwei Bochumer Hilfsorganisationen.

BOCHUM

10.07.2015, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Duftforscher spendet sein Preisgeld

Professor Hans Hatt erforscht an der Universität Bochum den Geruchssinn des Menschen.

3000 Euro des Preisgeldes übergab Hatt an das St. Hildegard Hospiz. „Im Bereich der Palliativ-Medizin ist noch sehr viel zu tun. Daher sitzt diese Finanzspritze genau an der genau richtigen Stelle“, ist sich der Professor sicher. Mit dem Geld können nun, so heißt es aus dem Hospiz, wichtige Lücken in der Finanzierung geschlossen werden.

Die ökumenische Einrichtung nimmt Sterbende jeden Alters auf und kümmert sich intensiv um die Angehörigen. Träger ist die Caritas. Mit elf Plätzen ist das Hospiz an der Königsallee eine der größten Einrichtungen dieser Art in der Umgebung.

Weil jedoch nicht nur Zweibeiner, sondern auch Vierbeiner Hilfe benötigen, teilte Bierkutschermützen-Träger Hatt seine Spende. Der bekennende Katzenfreund bedachte den Verein „Tiere in Not“ mit den restlichen 2000 Euro. Gerhard Kipper, Geschäftsführer des Vereins, wird die Summe vor allem in der Senioren-Tierhilfe einsetzen: „Viele ältere Menschen mit niedrigem Renteneinkommen können sich keine Tierarzt-Besuche mit ihren Haustieren mehr leisten. Das gilt vor allem für alleinstehende Rentnerinnen, denen oft nur noch ihr Haustier Gesellschaft leistet. Wir übernehmen in solchen Fällen die Kosten", sagt er.