Duisburg: Hooligans aus Deutschland und Holland prügeln sich – Großeinsatz

Cup der Traditionen

Gewaltbereite Fußballfans haben sich am Samstag in der Duisburger Innenstadt eine Schlägerei geliefert. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, Dutzende Hooligans wurden festgenommen.

Duisburg

22.08.2020, 19:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei musste mit einem Großaufgebot bei einer Schlägerei zwischen Fußballfans in Duisburg eingreifen.

Die Polizei musste mit einem Großaufgebot bei einer Schlägerei zwischen Fußballfans in Duisburg eingreifen. © picture alliance/dpa

In Duisburg ist es am Samstag vor dem Spiel von Borussia Dortmund und Feyenoord Rotterdam zu Ausschreitungen gekommen. Beim „Cup der Traditionen“, bei denen der MSV Duisburg, Borussia Dortmund und Feyenoord Rotterdam gegeneinander antraten, waren keine Zuschauer zugelassen.

Nach Informationen der „Bild“ hatten sich trotzdem rund 200 Hooligans aus Rotterdam und Deutschland zu einer Schlägerei verabredet.

Ausgangspunkt der Auseinandersetzungen soll eine Rangelei zwischen fünf Beteiligten im Bereich Mercator-/Ecke Königstraße gewesen sein, in die sich Anhänger von Feyenoord Rotterdam einmischten. Daraus entwickelte sich nach Polizeiangaben eine Schlägerei, bei der wohl auch Flaschen flogen.

Zwei Männer, die anscheinend keiner Fußballfan-Szene angehörten, wurden dabei verletzt und ambulant im Krankenhaus behandelt. „Anschließend liefen die Fans aus den Niederlanden laut grölend mit den Worten „Rotterdam Hooligans“ durch die Innenstadt, wie es in einer Polizeimitteilung vom späten Samstagabend hieß.

60 grölende Hooligans zogen durch die Innenstadt

Am Opernplatz sei es schließlich einem Großaufgebot von Sicherheitskräften gelungen, die knapp 60-köpfige Gruppe festzusetzen. Bei acht der Störer wurden Drogen und ansonsten ein Baseballschläger, ein Einhandmesser sowie Pyrotechnik sichergestellt. Die Polizei erstattete Anzeigen. Zuvor sei eine Einsatzhundertschaft im Innenhafen von den holländischen Fans mit Flaschen und einem Fahrrad beworfen worden. Zwei Beamten wurden demzufolge verletzt.

Die ganze Gruppe erhielt nach der Durchsuchung und Festellung der Personalien Platzverweise für das Stadtgebiet Duisburg. Neun Hauptverdächtige kamen zwecks weiterer Ermittlungen vorübergehend in Polizeigewahrsam, aus dem sie am Abend entlassen wurden. Jetzt laufen Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs.

dpa/kar