"Ebay-Baby" soll in Mutter-Kind-Einrichtung

Gerichtsentscheidung

Die Mutter des im Internet zum Verkauf angebotenen Babys soll mit ihrem Kind und ohne den Vater in eine Mutter-Kind-Einrichtung ziehen. Das hat das Duisburger Amtsgericht am Donnerstag entschieden. Wie das Gericht mitteilte, solle ein unbeaufsichtigter Kontakt des Vaters zum Kind ausgeschlossen werden.

DUISBURG

27.10.2016, 14:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schock-Annonce: Die Polizei reagierte sofort auf die Ebay-Kleinanzeige, in der ein Baby für 5000 Euro zum Verkauf angeboten wurde. Foto: eBay Kleinanzeigen

Schock-Annonce: Die Polizei reagierte sofort auf die Ebay-Kleinanzeige, in der ein Baby für 5000 Euro zum Verkauf angeboten wurde. Foto: eBay Kleinanzeigen

Das Duisburger Amtsgericht hatte am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit über den unfassbaren Fall verhandelt. Dabei war auch die Mutter des wenige Wochen alten Babys anwesend. Der Vater ist nicht zum Prozess vor dem Familiengericht erschienen. Am frühen Nachmittag hat die Richterin dann entschieden. Das Baby darf die Pflegefamilie, bei der es das Duisburger Jugendamt zwischenzeitlich untergebracht hatte, wieder verlassen.

Vater droht Prozess wegen Menschenhandels

"Die Kindesmutter hat ihre bisherige Lebenssituation aufgegeben und wird sich in eine Mutter-Kind-Einrichtung begeben", sagte Gerichtssprecher Dr. Rolf Rausch. "Diese Maßnahme ist ausreichend, um dem Kindeswohl Genüge zu tun." Es sei vorgesehen, dass die Maßnahme umgehend umgesetzt werde.

Ob der Vater demnächst wegen Menschenhandels vor Gericht muss, ist Sache der Staatsanwaltschaft. Der Vater hatte am 11. Oktober im Internet eine Kleinanzeige mit Foto veröffentlicht, in der er ein 40 Tage altes Kind namens Maria für 5000 Euro zum Kauf angeboten hatte. Der Vater hatte später gesagt, dass es nur ein Scherz gewesen sei. 

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