Ebola-Test negativ - Aufatmen in NRW

Schutzmaßnahmen aufgehoben

Aufatmen in Nordrhein-Westfalen: Der Patient, der am Sonntagabend mit Verdacht auf Ebola aus dem Bochumer St. Elisabeth-Hospital in die Uni-Klinik nach Düsseldorf verlegt wurde, hat kein Ebola. Ein entsprechender Test sei negativ ausgefallen.

Bochum/Düsseldorf

, 04.05.2015, 14:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ebola-Test negativ - Aufatmen in NRW

Mit einem Spezialtransport wurde der Mann in die Uniklinik nach Düsseldorf verlegt.

Die Uni-Klinik Düsseldorf teilte mit, dass der PCR-Test (Polymerasekettenreaktion) negativ sei. Sämtliche Schutzmaßnahmen in Düsseldorf seien daraufhin aufgehoben worden. Auch in Bochum "braucht hinsichtlich eines Ebola-Verdachts nichts mehr beachtet zu werden", heißt es am frühen Montagnachmittag aus dem Bochumer Rathaus.

Fieber und Durchfall

Der Patient, der zuvor von einem Aufenthalt in Guinea zurückgekehrt war, hatte sich mit Fieber und Durchfall in ein Bochumer Krankenhaus begeben. Nach erster Untersuchung und Einschätzung sind prophylaktisch das Bochumer Gesundheitsamt sowie das Landeszentrum für Gesundheit informiert worden. Um eine mögliche Gefährdung auszuschließen, wurde der Patient unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen transportiert.

Sechs Fahrzeuge der Feuerwehr Düsseldorf hatten den Mann am Sonntagabend abgeholt und in einem Spezial-Rettungswagen in die Klinik nach Düsseldorf gebracht. 

Typische Krankheitssymptome

Die Diagnose wurde von der Uniklinik in Zusammenarbeit mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg erstellt. Der Mann habe die für Ebola typischen Krankheitssymptome erfüllt, hatte eine Sprecherin der Düsseldorfer Uniklinik erklärt.

"Wir sind natürlich froh, dass der Patient nicht an Ebola erkrankt ist", sagte der Düsseldorder Klinikdirektor Prof. Dr. Dieter Häussinger: Transport, Aufnahme, Diagnostik und Versorgung in der Sonderisolierstation hätten reibungslos funktioniert. Der aktuelle Fall war der erste Patient, der in der Sonderisolierstation der Uniklinik aufgenommen wurde. 

Genesungswünsche

Auch der Gesundheitsdezernent der Stadt Düsseldorf, Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, zeigte sich erleichtert: "Ich bin froh, dass sich der Ebola-Verdacht nicht bestätigt hat und wünsche dem Patienten gute Genesung."

Die in Bochum betroffenen Bereiche seien direkt nachdem der Mann abtransportiert worden sei, desinfiziert worden. "Eine Gefahr für die Patienten gab es nicht", sagte Christoph Hanefeld, ärztlicher Geschäftsführer der Bochumer Klinik. Mittlerweile laufe auch wieder der Normalbetrieb.   

 

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