Edeka-Markt in Wellinghofen schließt Ende 2016

Godekinstraße

Ein Teil der Nahversorgung in Wellinghofen bricht weg: Der Edeka-Markt an der Godekinstraße 150 schließt zum Jahresende. Damit schrumpft das Lebensmittelangebot im Ort auf nur noch zwei Standorte zusammen. So geht es jetzt in Wellinghofen weiter.

WELLINGHOFEN

, 26.08.2016, 04:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Edeka-Markt an der Godekinstraße in Wellinghofen.

Der Edeka-Markt an der Godekinstraße in Wellinghofen.

Die Edeka-Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr bestätigt, was viele im Ort schon mitbekommen hatten. "Dieses Geschäft war nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben“, sagt Edeka-Geschäftsführer Stephan Steves. Diese Entscheidung sei nach Verhandlungen über eine Verlängerung des auslaufenden Mietvertrags gefallen. Nähere Details nennt Steves nicht. Gabriele Jürgens, Betreiberin der Filiale, wollte sich auf Anfrage nicht zu der Schließung äußern.

Die Filiale liegt unter der Größe von 1200 Quadratmetern, die für Edeka und andere Ketten die Grenze der Wirtschaftlichkeit markiert. Wie es mit den Mitarbeitern weitergeht, ist noch offen. Insgesamt sind rund 35 Beschäftigte betroffen. 

Seit 1998 war die Einzelhandelskette in den Räumen an der Godekinstraße. Schon zuvor hatte die Konsum-Gruppe hier einen Supermarkt betrieben. Für etliche Wellinghofer rund um die Godekinsiedlung war dies der Ort für die Nahversorgung. Im Dezember geht diese jahrzehntelange Geschichte zu Ende. Entsprechend groß ist der Ärger über die bevorstehende Schließung.

Leerstand an der Preinstraße

Dabei hat der Ort hat seinen Problem-Leerstand schon seit Jahren an anderer Stelle. In zentraler Lage an der Preinstraße ist seit 2010 ein ehemaliger Edeka-Markt verwaist. Anfang des Jahres war man in Wellinghofen noch guter Hoffnung, dass hier ein „Zugpferd“ in den Dorfkern zurückkehrt. Nun sagt Bezirksvertreter Peter Pfeiffer (SPD): „Das ist immer noch nicht geklärt, weil der Vermieter hier noch einiges mehr investieren müsste als bisher.“

In der mittelfristigen Planung könnten allerdings zwei neue Lebensmittelmarkt-Standorte entstehen. Im benachbarten Lücklemberg ist im nächsten Jahr ein Rewe-Neubau geplant. An der Straße Holtbrügge am Ende der Durchstraße besteht außerdem Baurecht für einen Lebensmittelhandel.

Edeka-Geschäftsführer Stephan Steves sagt zu den Plänen seines Unternehmens: „Wir haben schon die Absicht, im Dortmunder Süden präsent zu bleiben. Aber die Suche nach weiteren Standorten gestaltet sich schon sehr lange als relativ schwierig.“