Ehefrau niedergestochen: Angeklagter legt Geständnis ab

Blutige Messerattacke

Mit einem Geständnis hat der Prozess um eine blutige Messerattacke in einer Dortmunder Asylbewerberunterkunft begonnen. Sein Mandant gebe zu, seine Ehefrau niedergestochen zu haben, sagte Verteidiger Ralf Bleicher am Dienstag vor dem Dortmunder Schwurgericht.

SYBURG

12.07.2016, 13:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

In der Tatnacht will der 31-jährige Angeklagte herausgefunden haben, dass seine Frau wohl schon seit längerer Zeit telefonischen Kontakt mit einem anderen Mann hatte. „Ich habe ihr Handy durchsucht und alles gelesen“, sagte der Angeklagte den Richtern.

Als seine Frau wach geworden sei, habe er sie auf ihren Seitensprung angesprochen. „Sie hat dann alles zugegeben“, so der 31-Jährige. Und weiter: „Hätte sie sich entschuldigt und alles bereut, wäre es soweit wahrscheinlich nie gekommen.“ So aber griff der Afghane zum Messer und griff seine Ehefrau an. Mehrmals stach er auf sie ein. Die Ärzte stellten später Stich- und Schnittverletzungen am Hals, an der Schulter und am Bein fest. Lebensgefahr bestand aber wohl zu keiner Zeit.

Die Frau hatte sich nach den Stichen in den Eingangsbereich des ehemaligen Hotels geflüchtet, wo ihr von Sicherheitskräften geholfen wurde. Der Angeklagte, der ihr nachgeeilt war, konnte festgehalten werden. „Ich bin ihr aber nicht nachgelaufen, weil ich meine Tat vollenden, sondern weil ich ihr helfen wollte“, behauptete der 31-Jährige.

Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung.

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