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Ehepaar erfüllt sich Lebenstraum eines eigenen Gasthauses

"Zur Quelle"

30 Jahre lang hat das Ehepaar Beate Brockstedt und Udo Brosko von einem eigenen Gastronomiebetrieb geträumt. Jetzt ist ihr Traum am Rand der Bolmke wahr geworden. In ihrem Gasthaus "Zur Quelle" geht es allerdings nicht nur ums Essen.

RENNINGHAUSEN

von Von Jana Schoo

, 20.02.2013 / Lesedauer: 3 min
Ehepaar erfüllt sich Lebenstraum eines eigenen Gasthauses

Udo Brosko und Beate Brockstedt verbinden in ihrem Gasthaus »Zur Quelle« Essen und Kultur.

Das Gasthaus "Zur Quelle"

  • Seit Mai 2012 betreiben Beate Brockstedt und Udo Brosko das Gasthaus „Zur Quelle“, Stockumer Straße 133a.
  • Nach dem Motto „frisch, traditionell, eigenwillig“ kocht Udo Brosko wechselnde Gerichte, Beate Brockstedt backt frische Kuchen – mit Unterstützung von Mutter und Schwiegermutter.
  • In unregelmäßigen Abständen gibt’s Musikabende und Lesungen.
  • Öffnungszeiten: Mittwochs bis sonntags, 14 bis 22 Uhr; warme Küche 18 bis 21 Uhr.

Mitten in der gleichnamigen Kleingartenanlage am Rand der Bolmke liegt das Restaurant. Wer eine muffige, verqualmte Vereinskneipe sucht, ist hier falsch: Gut bürgerliche Küche gibt’s bei Udo Brosko nicht – auch wenn das Schild über der Eingangstür das andeutet. Er und seine Frau haben ein eigenes, individuelles Konzept entwickelt.  Die Rolle als Gastgeber übernehmen Beate Brockstedt (53) und Udo Brosko (61) schon seit Jahren – privat, für Freunde. „Dem Gast alles möglich zu machen, das war immer unsere Leidenschaft“, sagt Brosko. „Unsere Freunde haben uns gedrängt, ein Restaurant aufzumachen.“  

 Lange wehrten sich die beiden Dortmunder dagegen. „Die Arbeitszeiten waren nichts für uns“, sagt Udo Brosko. „Wir wollten unsere Freunde noch treffen, samstags in aller Ruhe auf den Markt gehen können.“Außerdem arbeitete der gelernte Schaufenstergestalter lange in einem Musikverlag, später in einer Agentur für Eventmarketing. Beate Brockstedt sammelte zwar vor Jahren in der Brasserie Lenz gastronomische Erfahrungen, aber auch sie trieb es in die Kultur. Sie arbeitete im Theater und als Buchhändlerin, spielte 1978 im Dortmunder Film „Die Abfahrer“ mit. Nützliche Erfahrungen, denn in ihrem Gasthaus geht es nicht nur um feine Esskultur, sondern auch um Musik und Literatur.

 Als die Räume in der Kleingartenanlage frei wurden, konnte ihr Projekt starten. „Der Ort hat uns gefunden. Und wir haben gemerkt: Gastronomie ist gar nicht so schlimm“, sagt Brosko, der Koch der „Quelle“. Seine Gäste dürfen die Projektentwicklung mitbestimmen: „Wir machen Angebote, die Leute testen und entscheiden, ob es ihnen gefällt“, erklärt Brosko.

Bislang scheinen sich die Gäste sehr wohl zu fühlen. Das knisternde Holz im Kamin sorgt für Wärme und Gemütlichkeit. Auf den Holztischen stehen frische Blumen. Das Ehepaar überzeugt anstatt mit aufwendiger Dekoration lieber mit seinem Essen. Das ist, so verspricht es Udo Brosko, immer frisch aus regionalen und saisonalen Produkten zubereitet. „Das würde ich zu Hause auch kochen“, sagt er. Ein Abend in der „Quelle“ ist aber nicht nur Gaumenfreude: Nach dem kulinarischen Teil geht es zum kulturellen über – die Gäste betreten die Bühne. Sie bieten Jazz oder Rock, lesen aus ihren Büchern oder stellen ihre Bilder aus. „Es kann ein Cello-Quartett auftreten, aber auch ein DJ“, sagt Beate Brockstedt. Alles kann, nichts muss.  

 Regelmäßig Termine gibt es nicht. Der Eintritt ist stets frei, die Gäste sollen selbst entscheiden, wie viel ihnen so ein Kulturabend wert ist.  Das Gasthaus „Zur Quelle“ hat das Ehepaar mittlerweile zu ihrer Wohnung gemacht. Die Freunde kommen immer noch. Auf den Markt gehen sie, um für das Restaurant einzukaufen. Und die beiden Betreiber sind voller Ideen. „Es ist alles in Bewegung. Dieses Projekt ist nie abgeschlossen.“ 

Das Gasthaus "Zur Quelle"

  • Seit Mai 2012 betreiben Beate Brockstedt und Udo Brosko das Gasthaus „Zur Quelle“, Stockumer Straße 133a.
  • Nach dem Motto „frisch, traditionell, eigenwillig“ kocht Udo Brosko wechselnde Gerichte, Beate Brockstedt backt frische Kuchen – mit Unterstützung von Mutter und Schwiegermutter.
  • In unregelmäßigen Abständen gibt’s Musikabende und Lesungen.
  • Öffnungszeiten: Mittwochs bis sonntags, 14 bis 22 Uhr; warme Küche 18 bis 21 Uhr.