Ehrung für den Kuhhirten

BOCHUM Der Karnevalsverein "die Zunft der kleinen Meister", das Gebäude "Mutter Wittig" und das Kuhhirtendenkmal werden 100 Jahre alt. Am Freitag traf sich die "Zunft der kleinen Meister" (Dieter Jocher, Claus-Peter Malz, Klaus Schläger, Werner Meese und Hermann Winkler) am Kuhhirtendenkmal um dieses anlässlich der 100-jährigen Erstaufstellung mit einem Blumenstrauß zu ehren.

von Ruhr Nachrichten

, 30.05.2008, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die "Zunft der kleinen Meister" feierte dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und ehrte gestern das Kuhhirten-Denkmal anlässlich der Aufstellung vor 100 Jahren.

Die "Zunft der kleinen Meister" feierte dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und ehrte gestern das Kuhhirten-Denkmal anlässlich der Aufstellung vor 100 Jahren.

Die "Zunft der kleinen Meister" wurde am Rosenmontag, 2. März 1908, im Gebäude Mutter Wittig, vormals "Zur Altstadtschänke" gegründet. 100 Jahre pflegt die "Zunft" karnevalistisches Brauchtum. Das Kuhhirtendenkmal wurde im gleichen Jahr, am 30. Mai, in der Bochumer Innenstadt aufgestellt.

Rekonstruktion

Das Denkmal befindet sich zwischen der Propsteikirche St. Peter und Paul und der Pauluskirche in Bochum. Es zeigt Bochums letzten Kuhhirten Fritz Kortebusch mit Tute, Hütestock und seinem Hund, der das Vieh der Bochumer Bürger auf die Vöde (städtisches Weideland) trieb. Das Denkmal erinnert somit an den ehemaligen Viehbetrieb und an die vor-industrielle Zeit.

In den 1940er Jahren wurde das Denkmal für die Kriegsproduktion eingeschmolzen, doch am 13. Januar 1962 wurde es von dem Bochumer Bildhauer Walter Kruse reproduziert und in Bronze nachgegossen. Diese Fassung weicht nur geringfügig von der Originalfassung ab. Das erste Kuhhirten-Denkmal befand sich auf dem Alten Markt in Bochum. Auf Grund der Nachfrage Bochumer Bürger wurde die Aufstellung einer Rekonstruktion des Denkmals beschlossen.