Ein "Balkon" für den Rheinischen Esel

Umgestaltung

Der beliebte Rad- und Wanderweg Rheinischer Esel wird komfortabel aufgewertet. "Wir wollen ihn offen und großzügig gestalten", sagt Petra Klein vom Planungsamt. Zwischen Kreis- und Schleiermacherstraße wird sich daher in den nächsten Monaten eine Menge tun.

ANNEN

von Von Lisa Timm

, 08.02.2013, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein "Balkon" für den Rheinischen Esel

Der Rheinische Esel wird aufgehübscht. Jede Menge Holz entlang des Radwegs wird noch fallen müssen.

Im Anschluss daran startet die Erneuerung des Radwanderweges mit einigen neuralgische Punkten, die den Annenern ganz besonders gefallen werden. An der Brücke Bebelstraße beispielsweise. Dort soll ein „Balkon“ mit hoher Aufenthaltsqualität angelegt werden. Zusätzlich verknüpft mit einem Treppenabgang, der für Radwanderer als Eintrittskarte in den Ort Annen gelten soll. „Dies begrüßen viele Einzelhändler vor Ort, die sich über zusätzliche Besucher doch das ein oder andere Geschäft erhoffen“, sagt Petra Klein. Gleiche Lock-Angebote zum Erkunden rechts und links unterbreiten die Planer den Radlern in Höhe des Steinbachtals und am Abzweig über die Annener Halde. „Dieser Weg wird eine zweckmäßige Beleuchtung bekommen“, kündigt Petra Klein an.

Einem Kuriosum ein Ende bereitet wird zwischen Herdecker- und Bebelstraße. Dort gibt es einen Zaun, der zwar Privatfläche von städtischem Grund korrekt trennt. Allerdings im großzügigen Zugeständnis an die Anrainer von knapp drei Metern. Hier will die Stadt korrigieren und den korrekten Grundstücksverlauf abgrenzen. Was den Annenern nicht ganz gefallen wird ist, dass während der Ausbaumaßnahme der Parkplatz an der Herdecker Straße gegenüber der Firma Draco komplett wegfällt. Er ist die einzige Möglichkeit, ein Baustellenlager anzulegen.

Aber auch nach Abschluss der Baumaßnahme ist nicht gesagt, dass der Platz wieder zum Parken frei gegeben wird. „Laut Flächennutzungsplan ist hier Bauland vorgesehen“, so Petra Klein. Ausgebaut wird in zwei Abschnitten. Beginn ist zwischen Kreis- und Herdecker Straße. Petra Klein ist froh, diese Maßnahme über das Förderprogramm „Soziale Stadt Annen“ gestemmt bekommen zu haben. Immerhin fließen 500.000 Euro hinein. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei zehn Prozent. „Normal sind es 20, aber weil wir eine klamme Kommune sind, gab es eine Ausnahme.“