Ein Dorf steht unter Strom

25.01.2019, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Kirche in Pöppinghausen platzte am Donnerstag aus allen Nähten.landsiedel

Die Kirche in Pöppinghausen platzte am Donnerstag aus allen Nähten.landsiedel © Marc-Andr� Landsiedel

Pöppinghausen. Wir alle brauchen Strom. Sonst würden wir zu Hause im Dunkeln sitzen. Ohne Strom würden auch der Fernseher oder der Kühlschrank nicht laufen.

Der Strom kommt über Hochspannungsleitungen zu uns. Das sind dicke Drahtseile, die an großen Masten hängen. Jetzt gibt es ein Problem: Wir Menschen brauchen heute mehr Strom als früher. Und zwar, weil wir immer mehr elektrische Geräte zu Hause haben. Also brauchen wir auch stärkere Hochspannungsleitungen, damit mehr Strom durch diese Leitungen letztlich zu uns in unsere Häuser fließen kann.

Die Firma Amprion versorgt unsere Gegend mit Strom. Bald will Amprion in Pöppinghausen dickere Drahtseile aufhängen, damit mehr Strom fließen kann. Am Donnerstagabend stellte die Firma ihre Pläne in der Kirche in Pöppinghausen vor.

Und die Kirche war rappelvoll. Denn die Bürger wollen sich gegen die Pläne wehren. Sie haben Häuser direkt unter den Leitungen. Und sie haben Angst, dass man von so viel Strom über den Köpfen irgendwann krank wird. Sie fordern, dass die Leitungen woanders aufgehängt werden. Darum streiten sie sich jetzt mit Amprion. Marc-André Landsiedel