Ein ganzes Leben

Robert Seethaler

"... auf sein Leben, konnte er ohne Bedauern zurückblicken, mit einem abgerissenen Lachen und einem einzigen, großen Staunen." So beschreibt Robert Seethaler die Sicht seines Protagonisten Andreas Egger auf sein eigenes Leben kurz vor seinem Tod.

von Von Britta Helmbold

, 14.09.2014, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war ein einsames Leben, das der Wiener Autor mit großer Leichtigkeit in seinem melancholisch-berührenden Roman "Ein ganzes Leben" beschreibt. Nach dem Tod seiner Mutter wächst er bei einem Bauer als ungeliebtes Kind auf, später findet er Arbeit als Seilbahnarbeiter und verliebt sich in Marie. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer - eine Schneelawine vernichtet sein Haus und begräbt seine geliebte Frau darin. Es ist ein Mann, der keine Erwartungen an sein Leben hat, sich mit den Begebenheiten arrangiert, Glück und Unglück erfährt - und am Ende einfach nur staunend auf sein Leben blickt.

Robert Seethaler: Ein ganzes Leben, 160 S., Hanser, 17,90 Euro, ISBN 978-3-446-246454.

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