Ein Künstler, der die Beatles persönlich kannte

Ausstellung Klaus Voormann

Der berühmte Künstler Klaus Voormann und BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken haben am Freitagabend eine Ausstellung in der St. Nikolaus Kirche in Wattenscheid eröffnet. Präsentiert werden rund 80 Werke von Voormann, der sogar vor Ort noch tätig wurde.

BOCHUM

von Von Nathalie Arendt

, 29.04.2012, 15:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bernd Schneider (li.) hatte zu dem besonderen Anlass sogar seine goldene Originalschallplatte mitgebracht. Das Foto zeigt ihn mit Klaus Voormann.

Bernd Schneider (li.) hatte zu dem besonderen Anlass sogar seine goldene Originalschallplatte mitgebracht. Das Foto zeigt ihn mit Klaus Voormann.

Bernd Schneider hat für diesen besonderen Anlass sogar seine goldene Originalschallplatte mitgebracht. „Den Preis dieses Schätzchens kennt noch nicht mal meine Frau“, witzelt er. Klaus Voormann malt ihm auf die Rückseite eine Figur mit Gitarre in der Hand. „Jetzt ist sie noch viel wertvoller“, freut sich der Bochumer. Der Künstler selber, gab sich sehr offen, unterschrieb und malte fleißig und erzählte zur Eröffnung, wie er die Beatles im Club Top Ten kennengelernt hat. Die Fans lauschen begierig seinen Geschichten. Voormann selbst freute sich über die Örtlichkeit für seine Ausstellung. Die Kirche ist schön hell, mit beigen Fliesen und komplett in weiß gehaltenen Stellwänden. So kommen seine Bilder, die fast immer schwarz-weiß mit einzelnen farblichen Akzenten sind, gut zur Geltung. „Mein persönliches Lieblingsbild ist „Last Sunset“. Ein Mann sitzt auf der Bettkante und weiß, dass er bald sterben wird. Dieses Bild mag ich, weil es das erste ist, was diese trostlose Stimmung so gut einfängt. Normalerweise ist mein Stil fotorealistisch, aber hier ist mir was komplett Neues geglückt,“ erklärt Voormann.

Sein langjähriger Freund Wolfgang Niedecken hat sich nach seinem Schlaganfall gut erholt und begleitet ihn. „Es ist alles gut gelaufen. Nach zwei Wochen konnte ich schon wieder planen. Ich hatte heute einen Fernsehtermin in Düsseldorf, dann einen Radio-Termin in Köln und jetzt bin ich hier. Es ist zwar schon sehr anstrengend, aber ich will zeigen, dass ich wieder da bin.“ Wie Voormann ist er gerne bereit sich für die St. Nikolauskirche einzusetzen. „Das hier sollte auch in Zukunft ein Ort der Zusammenkunft bleiben.“Die Ausstellung ist bis zum 30. Mai jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag von 15 bis 19 Uhr kostenlos zu sehen.