Ein provisorischer Busbahnhof für 18 Monate

Baustellen in Bochum

Spätestens ab dem Sommer werden sich Fußgänger und Autofahrer in der Innenstadt auf Einschränkungen einstellen müssen. Denn neben dem weiteren Ausbau der Kortumstraße steht die Komplett-Sanierung des Zentralen Omnibusbahnhofes an. Auch in Eppendorf werden die Bagger rollen.

BOCHUM

, 03.02.2016, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Zentrale Omnibusbahnhof soll für fünf Millionen Euro umgebaut werden. Für etwa anderthalb Jahre richtet die Stadt daher einen provisorischen Busbahnhof ein.

Der Zentrale Omnibusbahnhof soll für fünf Millionen Euro umgebaut werden. Für etwa anderthalb Jahre richtet die Stadt daher einen provisorischen Busbahnhof ein.

Im Jahr 2016 wird es viel zu tun geben auf Bochums Straßen. Susanne Düwel, stellvertretende Leiterin des Tiefbauamtes, und Thomas Fründ vom Baustellenmarketing stellten am Montag die wichtigsten Pläne vor.

Busbahnhof

Der erste Schritt ist schon fest eingeplant. Mit Beginn der Sanierung des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) wird die Ferdinandstraße für rund anderthalb Jahre zum provisorischen Bushalt. Auf der Rückseite des Hauptbahnhofs zwischen Wittener Straße und Universitätsstraße entsteht die Übergangslösung. Dort, wo viele Autofahrer die stillgelegten Schienen als Parkplatz nutzen, werden bald vor allem Busse stehen – entlang einer asphaltierten, langgezogenen Mittelinsel. "Die Menschen, die dort parken, werden sich sicherlich nicht freuen", sagt Düwel. "Wir werden uns aber bemühen, ein paar Plätze zu erhalten."

Die Bogestra-Busse werden in der gesamten Zeit nur in Richtung Universitätsstraße fahren, Autos sind nicht von dieser Einbahnstraßen-Regelung betroffen.

Der Bau für die Umgestaltung des ZOB beginnt voraussichtlich im Spätsommer oder Frühherbst. Zuvor müssten noch die Bewilligung eingeholt und Aufträge ausgeschrieben werden. Am neuen ZOB werden die Busse ab Ende 2017 nicht mehr auf Pflaster, sondern auf Beton rollen. Auch die Dachkonstruktion wird erneuert. Acht Stellplätze stehen dann zur Verfügung, zusätzlich zu drei sogenannten Liegeplätzen, die für Pausen gedacht sind. Fernreisebusse werden nicht am ZOB halten. Das sei laut Düwel aufgrund des begrenzten Platzes nicht möglich. Ohnehin könnte die Stadt lediglich die Mindestanforderungen der Bogestra erfüllen. Das Gute: Die Busse werden zukünftig unabhängig voneinander ankommen und losfahren.

Allerdings sieht der Plan vor, ein wenig Fläche vom Kurt-Schumacher-Platz in Anspruch zu nehmen, die Mittelinsel auf der Wittener Straße wird schmaler. Alles in allem sind Kosten von rund fünf Millionen Euro vorgesehen.

Kortumstraße

Eigentlich sollten die Bauarbeiten schon laufen, aber da die eingegangenen Angebote für die Stadt nicht wirtschaftlich waren, verzögert sich der Start. Ende Mai oder Anfang Juni könnte dann die Sanierung zwischen Brückstraße und Bongardstraße beginnen. Die neue Ausschreibung ist noch für den Februar anvisiert. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten hier von Januar 2016 bis April 2017 dauern, jetzt wird wohl erst im November kommenden Jahres alles fertig sein.

Susanne Düwel spricht von einer "Herausforderung für die Kaufleute", schließlich wird die Kortumstraße in diesem Bereich für Fußgänger zum Nadelöhr. Weiterer Nebeneffekt: Die Kreuzung zur Brückstraße wird im Laufe der Arbeiten für zwei bis drei Monate komplett gesperrt, wie Thomas Fründ erklärte. Knapp 1,5 Millionen Euro kostet das Projekt.

Buselohbrücke

Anfang Dezember startet das Großprojekt, bis Ende 2017 wird es dauern und voraussichtlich zwölf Millionen Euro kosten. Mit dem Bau der neuen Brücke wird die Verbindung zwischen Kornharpen und Altenbochum aufrecht erhalten. Die jetzige marode Brücke wird anschließend abgerissen. Im Herbst wird ein rund 1000 Tonnen schweres Teil auf die Pfeiler gehoben, dafür wird ein Wochenende lang der Bahnverkehr gesperrt.

Eppendorf

Im Frühjahr soll der Kreisverkehr an der Kreuzung Schützenstraße und Engelsburger Straße fertiggestellt sein. Ab August kommt dann für rund ein Jahr eine Baustelle nach Eppendorf-Mitte, wenn an der Kreuzung Schützenstraße / Am Thie ebenfalls ein Kreisverkehr gebaut wird. "Diese Stelle war ein Unfallschwerpunkt", sagt Düwel. "Ich glaube, dass es städtebaulich deutlich besser wird."

Schlagworte: