Ein Schlosspark für alle

Weitmar

WEITMAR Mehr Park, mehr Sicht, mehr Wasser. Für die Neugestaltung des Schlossparks Weitmar hat die hannoveranische Landschaftsarchitektin Irene Lohaus ein Konzept vorgestellt. Sie hat sich vor allem den Wegen angenommen.

von Von Benedikt Reichel

, 05.06.2009, 19:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Schlossruine bleibt zentraler Bestandteil des Parks.

Die Schlossruine bleibt zentraler Bestandteil des Parks.

Diese sind für die Durchquerung des Parks und das Erreichen von Situation Kunst und Galerie M zwar ausreichend. Mehr bieten sie aber nicht.Spaziergang

Mit neuen Wegen schafft Irene Lohaus ein Rundwegangebot, dass für kurzen Abend- und langen Wochenendspaziergang gleichermaßen genutzt werden kann. Dabei greift die Landschaftsarchitektin auf bereits bestehende Trampelpfade zurück, die ausgebaut werden sollen.

Parkausdehnung

Der neue Teil des Schlossparks - südwestlich der heutigen Parkanlage - komplettiert den ausgedehnten Parkspaziergang. Obstbäume, wie sie einst auf dem ehemaligen Rittergut standen, sollen angepflanzt werden, Picknickplätze den Park als Treffpunkt etablieren.

Lohaus will zudem ordentlich aufräumen im Park. Sichtflächen schaffen, die Schloss-Ruine - zukünftig mit Glaskubus - in den Mittelpunkt rücken, die Wasserflächen vergrößern und als Gestaltungsmerkmal nutzen.Der Park wird weiterhin der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung stehen

1,87 Millionen Euro sind für das Projekt Schlosspark veranschlagt. Dennoch wird der Park weiterhin der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung stehen. Zäune und Mauern sollen die Situation Kunst und die Galerie M im Park-Inneren schützen. So die Ideen von Irene Lohaus, die im Umweltausschuss auf großes Interesse stießen. Entscheiden wollte der Ausschuss sich nicht. Vor allem über Zäune und Zufahrtswege soll vorab die Bezirksvertretung ein Votum abgeben.

Haushalt

Und die Finanzierungsfrage soll geklärt werden. Wie bei allen Projekten ist die Stadt auf einen genehmigten Haushalt angewiesen. 80 Prozent werden vom Land gefördert. 360 000 Euro muss die Stadt dazu steuern. Etwa 117 000 Euro liegen bereits für das Projekt auf der hohen Kante. Geld, das die Stadt für die Instandhaltung des Parks hätte aufbringen müssen. "Wir sind natürlich in irgendeiner Weise vom Haushalt abhängig", sagt Stadtbaurat Ernst Kratzsch, der trotzdem weiter planen will - bis alle zugestimmt haben.