Ein starkes Viertel

Quartiersanalyse Jungferntal

Das Jungferntal ist ein lebens- und liebenswertes Viertel mit vielen Pluspunkten und einigen Schwachstellen: Zu diesem Ergebnis kommt das Amt für Wohnungswesen in seinem jetzt vorgelegten Abschlussbericht zur kleinräumigen Quartiersanalyse Jungferntal.

JUNGFERNTAL

von Von Beate Dönnewald

, 13.01.2011, 09:54 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dennoch – das Viertel nördlich der Rahmer Straße und östlich der A 45 hat auch mit großen Problemen zu kämpfen: An erster Stelle nennt das Amt die fehlende Investitionsbereitschaft einiger Wohnungs- und Fondsgesellschaften, die zu gravierenden Defiziten in Teilbereichen der Mietwohnungsbeständen geführt haben. Schwachpunkt Nummer zwei sei die unzureichende Nahversorgung für den nördlichen Siedlungsbereich. Die Einzelhandelssituation müsse dringend verbessert werden.  

"Favorisiert wird die Ansiedlung eines alternativen Nahversorgers auf dem Grundstück des leer stehenden Ladenlokals im Bereich Bothestraße/Jungferntalstraße", heißt es in dem Bericht. Konkret gemeint ist damit ein Integrationsbetrieb der Diakonie (CAP-Supermarkt). Um die Interessen von Mietern gegenüber Eigentümern und Verwaltern besser vertreten zu können, sollte gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Vereine in der Gartenstadt-Jungferntal/Rahm versucht werden, einen Mieterbeirat für das Jungferntal zu gründen, schlägt das Amt vor.

Dazu sei man gerne bereit, bestätigte auf RN-Anfrage Bezirksvertreter und AG-Mitglied Peter Jaskewitz. Man arbeite schon an einer Imageaufwertung des Jungferntals und habe ein viel versprechendes Gespräch mit der Deutschen Annington geführt. "Wir wollen uns mit unserem Fachwissen und unseren Möglichkeiten einbringen und hoffen, auf diese Weise betroffene Mieter als Mitstreiter zu gewinnen", so Peter Jaskewitz.   Man müsse alles dafür tun, dass das Jungferntal mit seinen vielen schönen Elementen "nicht vor die Hunde geht"."Das hat es einfach nicht verdient."