Ein traditionelles Brot nach "Räuberart"

Interessengemeinschaft Holzen

HOLZEN Ein Brot mit Geschichte stellte die Interessengemeinschaft Holzen jetzt vor. Die "Räuberkruste", in Anlehnung an Dolf Mohr, der um 1845 sein Unwesen im Dortmunder Süden trieb.

von Von Gianna-Carina Grün

, 07.07.2009, 14:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zum Reinbeißen: Leckeres und kräftigendes Brot.

Zum Reinbeißen: Leckeres und kräftigendes Brot.

Mohr, damals noch Fuhrmann, begann reiche Leute auszurauben, um die Not der Armen zu lindern. „Die Nachfahren leben heute noch und führen die Bäckerei Mohr in Wellinghofen. Im Andenken an den Räuberhauptmann und seine Taten wurde die Räuberkruste erfunden.“ Eigentlich sollte dieses Brot eine glänzende Premiere erleben - sogar mit einem Auftritt des Räuberhauptmanns. Jetzt kommt der traurige Teil: denn jemand hat die Premiere und den Auftritt zuvor verplappert und damit die Freude verdorben.

So erlebte das Brot mit den Sonnenblumenkernen eine etwas andere Premiere: nämlich beim Wandertag der östlichen Nachbarschaft Westhofen „Aostenpote“. Die Nachbarn um Dirk Hanné haben eine einheitliche Tracht: blaue Kittel und rote Tücher „Wie die Leute sie früher in dieser Gegend getragen haben“, erklärt einer der Blaukittel. Gemeinsam sind sie beim so genannten Schnadegang die Grenzen Westhofens abgewandert. „Nach fast sechs Stunden Marsch ist so ein kräftiges Brot genau das Richtige“, findet einer der Wanderer und beißt zu.

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