Ein Zweitname für Bochum?

Vorschläge der Fraktionen

Seit dieser Woche sind Zusätze auf Ortsschildern rechtlich erlaubt. Hagen macht es mit „Stadt der FernUniversität“ , Köln mit dem Vorschlag „Domstadt“ vor. Womit könnte Bochum künftig auf seinen Ortsschildern werben?

BOCHUM

von Von Jessica Bader

, 21.10.2011, 17:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Braucht Bochum einen Zusatznamen auf dem Ortscheld, und wenn ja, welchen?

Braucht Bochum einen Zusatznamen auf dem Ortscheld, und wenn ja, welchen?

Den Beinamen habe man schon vor einiger Zeit vorgeschlagen, sagt Sprecher Karsten Ottmann. Um alle Bochumer Hochschulen einzubeziehen, könnte auch „UniverCity“ auf den Schildern stehen, so Ottmann. Unter dem Namen treten seit Jahren die sechs Bochumer Hochschulen gemeinsam auf. Universitätsstadt hießen ja inzwischen viele Städte im Ruhrgebiet, sagt FPD-Ratsfraktionsvorsitzender Jens Lücking. Bei dem Zusatz-Namen ginge es aber darum, eine Marke zu bilden. Lücking spricht sich deshalb für „UniverCity Bochum“ aus.

Für „Ruhr-Stadt Bochum“ ist CDU-Ratsmitglied Lothar Gräfingholt. Vielleicht könne man auch bei den Bürgern einige Vorschläge sammeln. „Niemanden ausgrenzen“ will die Linke. Die Fraktion wolle das Thema Names-Zusatz noch besprechen, sagt Hella Eberhardt. Auch die UWG hat noch keinen Vorschlag. „Grundsätzlich begrüßt die UWG solche Sachen aber“, sagt Geschäftsführer Holger Happe. „Wenn es denn der Identifikation und Bürgernähe dient.“

Bei den Grünen im Rat stößt ein Namens-Zusatz auf wenig Interesse. Bereits vor ein bis zwei Jahren sei das Thema aufgekommen, sagt Theo Brackmann. „Wir sind damals zu der Erkenntnis gekommen, dass wir das Thema eigentlich nicht für relevant halten.“ Die Ruhrgebiets-Städte gingen mehr oder weniger ineinander über, sagt Brackmann. „Unser Eindruck ist, dass die Schilder sowieso wenig beachtet werden.“