Einbahnstraße "Am Surck" spaltet die Bezirksvertretung

Freigabe für Radler

Lang und intensiv diskutierte die Bezirksvertretung (BV) am Dienstag über die Straße "Am Surck" in Barop. Auslöser ist ein Antrag der SPD noch aus dem Jahr 2012 sowie ein Konzept des Tiefbauamts. Sie will die Straße in beide Richtungen für Radfahrer freigeben. Ein problematischer Vorschlag, der die BV spaltete.

BAROP

, 30.04.2015, 01:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einbahnstraße "Am Surck" spaltet die Bezirksvertretung

Kübel des Anstoßes: Diese Pflanztöpfe müssen entfernt werden, wenn die Einbahnstraße Am Surck in beide Richtungen für Radfahrer geöffnet würde.

Was hat die SPD beantragt?

Die SPD möchte den Radfahrern im Stadtbezirk das Leben leichter machen, zumindest an dieser Stelle. Sie will, dass Radler auch von der Stockumer Straße aus in die Einbahnstraße "Am Surck" fahren dürfen.

Was ist das Problem?

Mitarbeiter des Tiefbauamts haben ein Konzept vorgestellt, mit dem diese Freigabe möglich wäre. Neben der Beschilderung und Fahrbahnmarkierung müsste auch die Parksituation geändert werden. Zurzeit markieren Pflanzkübel aus Beton Parkplätze für die Anwohner, die dort quer zur Straße parken können. Sie müssten weichen, da sie die Sicht der Autofahrer auf entgegenkommende Radfahrer verdecken würden. Eine Gefahrenquelle. 

Das würde aber weitere Probleme nach sich ziehen: Die Zahl der Parkplätze, dann längs zur Straße, wäre geringer, zudem wird befürchtet, dass der Verkehr in der Straße zunimmt und ohne Hindernisse wie Pflanzkübel die Leute schneller durch die Straße fahren. Anwohner auf den Barrikaden sahen die Bezirksvertreter schon vor ihrem geistigen Auge.

Um diese Möglichkeiten geht es:

Wo können Radfahrer derzeit lang?

Um Richtung Innenstadt zu fahren, gibt es für Radfahrer bereits einen Weg entlang der Straße Am Beilstück. Mit dem ist die SPD jedoch auch nicht zufrieden, weil er mehrere Einmündungen kreuzt, aus ihrer Sicht eine Gefahrenquelle für Fahrradfahrer.

Was hält die Bezirksvertretung von dem Konzept? 

Nicht viel. Zumal durch diese Maßnahmen Kosten in Höhe von circa 15.000 Euro entstehen würden. Die Grünen in der BV machten den Vorschlag, die Straße "Am Surck" teilweise für Radler freizugeben, von der Stockumer Straße bis zur Straße "Am Kohlrücken".

Wie ist letztendlich abgestimmt worden?

Die Abstimmung im Plenum führte letztendlich zu keinem Ergebnis: Für den Vorschlag des Tiefbauamtes stimmten SPD und Linke (neun Stimmen) bei neun Gegenstimmen. Der Kompromissvorschlag der Grünen fand ebenfalls keine Mehrheit: drei Stimmen von den Grünen, neun Gegenstimmen, sechs Enthaltungen der SPD.

Ebenso uneins zeigte sich die BV über die CDU-Idee, alles einfach zu lassen wie es ist mit dem Zusatz, die Blumenkübel herzurichten - diese sind teilweise marode: Mit dem Vertreter der AfD kamen sie auf neun Stimmen, SPD, Linke und Grüne stimmten mit ebenfalls neun Stimmen dagegen.

Und nun?

Nichts. Da kein Beschluss gefasst werden konnte, wird die Einbahnstraße erst einmal in der Form bleiben, wie sie ist.