Einblicke in den Sport von Blinden und Rollstuhlfahrern

Hauptschule Nette

NETTE Dass man als Rollstuhlfahrer und als Blinder ganz normal Sport treiben kann, erfuhren jetzt Schüler der 7., 8. und 9. Klassen der Hauptschule Nette.

von Von Holger Bergmann

, 26.01.2010, 17:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Leonie Michelle Gelrich (13) und Jasen Marcinek (13) kämpften unter dem Korb um den Ball. Eine neue Erfahrung.

Leonie Michelle Gelrich (13) und Jasen Marcinek (13) kämpften unter dem Korb um den Ball. Eine neue Erfahrung.

Absolute Stille herrschte in dem abgetrennten hinteren Drittel der Halle. Dort spielte die andere Hälfte der Schüler Goalball, ein Mannschaftsspiel für Blinde. Still war es deshalb, weil man den Spielball nur dank der Glöckchen in seinem Innern orten kann. Den Schülern nahmen verklebte Skibrillen die Sicht. Die ausschließliche Orientierung über das Gehör war eine komplett neue Erfahrung für die Schüler. Schulleiter Joachim Eckhard zeigte sich begeistert von diesem Projekt: „Sobald man in diesem Rollstuhl sitzt, ist es egal, ob man Junge oder Mädchen, groß oder klein, schnell oder langsam ist. Plötzlich sind alle gleich.“ Telekom-Sportlehrer Maik Schroer war beeindruckt von den Netter Schülern: „Die Jugendlichen haben sehr diszipliniert mitgemacht. 90 Minuten völlig still sein, das schaffen nicht viele, da haben wir schon ganz andere Erfahrungen gemacht.“

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