Einbrecher fast täglich am Werk

Prozessauftakt

Wegen einer Einbruchsserie müssen sich drei Angeklagte derzeit vor Gericht behaupten. Der Tatzeitraum war kurz, die Anzahl der Einbrüche dafür groß. Die Beute, die sie gestohlen haben, hat einen fünfstelligen Gesamtwert. Aber dabei bleibt es nicht. Für ihre kriminellen Machenschaften waren auch Lügen notwendig.

BOCHUM

05.08.2014, 16:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Um an eine Bleibe für seine illegal ins Ruhrgebiet eingereisten Landsleute zu kommen, soll der 26-Jährige das Ausländeramt ausgetrickst haben. Auf die Lüge, dass er sich von seiner Frau getrennt habe, soll er eine vom Amt bezahlte Mietwohnung zur Verfügung gestellt bekommen haben, in der ausschließlich Einbrecher logierten. Für die Erstausstattung des „Einbrecher-Quartiers“ floss per Barscheck eine amtliche Extra-Finanzspritze von knapp 1000 Euro. Zum Prozessauftakt hat sich das Trio noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Geht es nach Staatsanwältin Simone Klodt, muss der Hauptangeklagte (37) mindestens mit siebeneinhalb Jahren Haft rechnen.

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