Einbrecher warfen Gullydeckel durchs Schaufenster

Kiosk am Höhweg

Mit einem Gullydeckel haben Einbrecher am Samstagmorgen das Schaufenster eines Kiosks am Höhweg in Dorstfeld eingeworfen. Wie die Polizei jetzt mitteilte, soll es sich bei dem Einbruch um drei Täter gehandelt haben. Sie hatten es offensichtlich auf ganz bestimmte Waren abgesehen.

DORSTFELD

, 11.01.2017, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit einem Gullydeckel schlugen die Einbrecher die Schaufensterscheibe des Kiosks am Höhweg ein.

Mit einem Gullydeckel schlugen die Einbrecher die Schaufensterscheibe des Kiosks am Höhweg ein.

Dortmund liegt noch in Dunkelheit, als um 5.15 Uhr am Samstagmorgen die Alarmanlage im Kiosk am Höhweg auslöst. Wenige Minuten später klingelt das Handy auf dem Nachttisch von Regina Heynicke. Sie ist die Besitzerin des Ladens. Die Sicherheitsfirma benachrichtigt sie über den Alarm, Regina Heynicke springt auf, macht sich fertig – doch noch bevor die Castrop-Rauxelerin aufbrechen kann, meldet sich die Polizei bei ihr. Und tatsächlich: Einbrecher haben zugeschlagen – wieder einmal.

Ein großes Loch

„Überall war Glas“, sagt Regina Heynicke. Sie habe kurz nach ihrer Mitarbeiterin am Samstag den Tatort erreicht, da sei die Polizei schon wieder weggewesen. Im rechten Schaufenster klaffte ein großes Loch, mitten im Kiosk lag ein Gullydeckel auf dem Boden. „Damit haben sie die Scheibe eingeschlagen“, sagt die 48-Jährige. Der Gullydeckel stammt von der Kreuzung zur Straße Fine Frau.

Schon zwei Einbrüche in der Vergangenheit

Abgesehen hatten es die Täter auf die Zigaretten – wie viele Schachteln entwendet wurden, kann Regina Heynicke noch nicht sagen. Nur so viel: „Der Gebäudeschaden ist wahrscheinlich höher.“ Der Glaser rechne mit Kosten bis zu 3000 Euro. Bereits im Dezember 2014 und im Februar 2016 wurde in den Kiosk am Höhweg eingebrochen. „Zweimal sind sie durch die Tür gekommen“, sagt die Inhaberin. „Jetzt habe ich eine Tür mit Rollo – und jetzt kamen sie durchs Schaufenster.“ Das Geschäft mit Tabak, Lotto und Post führt sie seit 1992, erst im Oktober 2016 hatte die 48-Jährige ihren Laden umgebaut und renoviert, heller und freundlicher gestaltet. Dann kam der Einbruch. „Das geht an die Substanz.“

Weißer Wagen hielt vor dem Kiosk

Die Polizei ermittelt. „Wir gehen von drei Tätern aus“, sagt Sven Schönberg von der Polizeipressestelle auf Anfrage. Laut Zeugenaussagen habe ein weißer Wagen vor dem Kiosk gehalten, dann seien zwei Unbekannte in das Auto gesprungen und in Richtung Wittener Straße geflüchtet. Das Geschäft von Regina Heynicke muss weitergehen. Doch die Unsicherheit bleibt. „Das Handy liegt jede Nacht neben mir“, sagt Regina Heynicke.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter Tel. 1 32 74 41 zu melden.