Eine Heimat für das Schauspiel

DORSTFELD Es begann mit einer Idee: etwas zu unterrichten, was man liebt und gut kann. Susanne Wilhelmina hat sich ihren Traum erfüllt: Sie bringt Kindern das Schauspielen bei. Mit dem Schulte-Witten-Haus haben diese Kurse jetzt auch eine feste Heimat gefunden.

von Von Arndt Brede

, 03.01.2008, 11:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mittlerweile gibt Susanne Wilhelmina dort Kurse für junge Mimen zwischen zehn und zwölf und zwischen 13 und 17 Jahren. "Ein Kursus für Sieben- bis Zehnjährige ist in Planung", kündigt die Schauspielerin an.

endet damit eine Zeit der Ungewissheit, in der erste Kurse zum Beispiel in Abrissgebäuden liefen. "Es war Liebe auf den ersten Blick", schildert die Akteurin ihren ersten Eindruck vom historischen Gebäude. "Die beiden wunderbaren ,guten Geister? der Stadtteilbücherei Dorstfeld Gabriele Klass und Christina Theren konnte ich Gott sei Dank von meiner Idee überzeugen, in diese eh schon Theater und Musik gewohnten Hallen nun auch noch einen Schauspielkursus Einzug halten zu lassen."

Mittlerweile gibt Susanne Wilhelmina dort Kurse für junge Mimen zwischen zehn und zwölf und zwischen 13 und 17 Jahren. "Ein Kursus für Sieben- bis Zehnjährige ist in Planung", kündigt die Schauspielerin an.

Was das Faszinierende an ihrer Arbeit ist? "Ich führe sie in diese von mir geliebte Zauberwelt ein", sagt sie. Und: "Im Laufe meiner Arbeit haben mir Eltern die positive Wirkung des Schauspielunterrichts auf ihre Kinder geschildert." So hätte ein Elternpaar berichtet, dass seine Tochter eigentlich für eine Förderschule eingestuft war, aber nach sechs Monaten regelmäßigen Schauspieltrainings nun eine Empfehlung für die Realschule bekommen habe. Ein anderer interessanter Fall sei der eines siebenjährigen Jungen gewesen: "Er hatte in seiner Schule noch keinen Ton gesprochen. Gleich in der ersten Schauspielstunde erstaunte er so manchen Mitschüler durch sein sofortiges Mitmachen, und auch bei der kleinen Aufführung zog er seine Rolle locker durch", schildert Susanne Wilhelmina diese Entwicklung durchaus auch mit einem gewissen Stolz: "Es lässt mich immer wieder staunen, dass etwas, das so viel Spaß macht, auch so viel Nutzen hat."

Und weil der Lohn der Schauspieler der Applaus ist, zeigten die Nachwuchsakteure jetzt, was sie gelernt hatten. Im Schulte-Witten-Haus führten die Zehn- bis Zwölfjährigen für Angehörige und Freunde ein Märchenspiel auf. Die Gruppe der 13- bis 17-Jährigen versuchte sich mit Erfolg an einem von Susanne Wilhelmina geschriebenen Weihnachtsstück.

 

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