Eine Tour, die Hoffnung macht

30.07.2019 / Lesedauer: 2 min

3840 Kilometer ist Oliver Trelenberg mit dem Rad unterwegs gewesen. Diese lange Strecke hat er bewältigt, weil er auf seiner „Tour der Hoffnung“ unterwegs war. Die Tour der Hoffnung entstand, weil Oliver Trelenberg selbst viele hoffnungslose Zeiten überstanden hat. Er hat zum Beispiel jahrelang viel zu viel Alkohol getrunken und damit seiner Gesundheit geschadet. Erst durch das Radfahren fand er zu der Stärke, mit dem Alkohol aufzuhören. Danach musste er einen Schicksalsschlag verkraften: Bei ihm wurde Kehlkopfkrebs festgestellt.

Obwohl er nach der Operation Schwierigkeiten beim Atmen hatte, fuhr er weiter viel mit dem Fahrrad. Denn er hatte Glück: Viele Menschen verlieren nach einer Operation am Kehlkopf die Stimme, aber er nicht. So kam ihm die Idee, einmal im Jahr durch Deutschland zu fahren und seine Geschichte zu erzählen. Dafür, dass er so mutig ist, über sein schweres Leben, aber auch sein Glück zu berichten, geben die Leute ihm Geld. Geld, das nicht er behält, sondern gespendet wird an die Organisation „Tour der Hoffnung“. Diese betreut und hilft Kindern, die auch Krebs haben - Leukämie, also Blutkrebs.

Oliver Trelenberg ist glücklich, dass er nach vielen Rückschlägen an einem Punkt in seinem Leben angekommen ist, an dem er anderen Menschen helfen kann. Über 20.000 Euro hat Oliver Trelenberg schon gesammelt. Unter anderem auch, als er jetzt auf seiner letzten Etappe nach Schwerte kam. Eine Mitarbeiterin des Bürgermeisters übergab ihm weitere Spenden. Momentan ist Oliver Trelenberg zuhause in Hagen und bereitet seine nächste Tour vor. Damit auch nächstes Jahr noch mehr Kindern geholfen werden kann. Tom Schlieck