Einen anderen Zugang zur Politik schaffen

Jugend-Landtag

Die Anträge haben es in sich: Einführung einer Kindergartenpflicht sowie ein Verbot von Pfefferspray und Teleskopschlagstöcken für Polizisten. Ob sie bei Jugendlichen mehrheitsfähig sind, wird sich beim 6. Jugend-Landtag in Nordrhein-Westfalen zeigen. Wie sich die gewählten Abgeordneten später dazu stellen werden, ist mindestens ebenso spannend.

BOCHUM

, 22.08.2014, 14:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die SPD-Landtagsabgeordneten Carina Gödecke, Serdar Yüksel und Thomas Eiskirch bekamen Besuch von Jugendlichen.

Die SPD-Landtagsabgeordneten Carina Gödecke, Serdar Yüksel und Thomas Eiskirch bekamen Besuch von Jugendlichen.

Jetzt will Charlotte in einen Ortsverein eintreten und sich in der Kommunalpolitik engagieren. Ob daraus irgendwann mal mehr werden kann? Für die Schülerin steht fest, dass sie ihren eigenen Weg in der Politik gehen will. Und dass sie das mit Nachdruck machen will. „Sonst hätte ich mich nicht um einen Platz im Jugend-Landtag bewerben müssen.“ Aus Erfahrung weiß Carina Gödecke, wie engagiert die Jugendlichen bei den Diskussionen im Landtag sind. In einer Aktuellen Stunde wird es dabei um ein Thema gehen, das die Jugendlichen noch festlegen müssen. Beschäftigen werden sie sich auf jeden Fall mit zwei Anträgen, die bereits schriftlich eingebracht sind. Im Ersten geht es darum, dass das dritte Kindergartenjahr zu einem verpflichtenden Vorschuljahr werden soll. Im Gegenzug übernehmen die Kommunen die Kosten.

Der zweite Antrag forderte eine verpflichtende Einführung einer landesweiten Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte. Vorfälle, an denen Polizisten und Zivilpersonen beteiligt sind, sollen von einer unabhängigen Untersuchungskommission behandelt werden. Dritter Aspekt des Antrags ist das Verbot von Pfefferspray und Teleskopschlagstöcken. Es dürfte spannend werden im Jugendlandtag.

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