Einen Tag vor dem Derby kommt die Fußball-Komödie

Im WDR-Fernsehen

Das Derby zwischen Schalke und Dortmund ist eine erste Sache. Jetzt kommt aber am Samstag, 9. April, also einen Tag vor dem Spiel der Spiele, eine Fußballkomödie zu diesem Thema im Fernsehen. Der WDR hat "Ronaldo und Julia" im Mondpalast von Wanne-Eickel aufgezeichnet.

HERTEN

, 03.04.2016, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einen Tag vor dem Derby kommt die Fußball-Komödie

Das Team des Mondpalastes bei der Aufzeichnung - mit Ronaldo und Julia rechts vorn.

"Wir sind es gewohnt, einen ganzen Saal mit der Stimme zu beschallen. Für die Kameras und Mikros des WDR mussten wir das Volumen dämpfen. Es war ungewohnt, aber für uns war das keine Mühe, sondern ein Spaß!" Schauspieler Martin Zaik erzählt vom Dreh im Mondpalast von Wanne-Eickel, wo der WDR an drei Tagen die Fußball-Komödie "Ronaldo und Julia" aufgezeichnet hat.

Claus Schmitz hat Regie geführt

Am Freitag präsentierte Regisseur Claus Schmitz seine TV-Version vor geladenen Gästen im Hertener Revue Palast Ruhr. Kürzer, prägnanter und mit anderem Schluss als das Original von Sigi Domke, immer noch ein amüsanter Schwank über die Rivalität von Schalkern und Borussen, aufgehängt an Shakespeares "Romeo und Julia".

Der WDR hat den perfekten Sendeplatz gefunden: Er strahlt den Film am kommenden Samstag aus, einen Tag vor dem Derby, wo sich Blauweiß und Schwarzgelb auf dem Rasen beharken. Fußballfreunde (und nicht nur die) können sich humoristisch auf den Revierklassiker einstimmen, das Stück liefert Schmäh und Spott für beide Lager.

Familie Montakowski gegen Familie Kapulinski

Hier die Montakowskis, glühende Schalker, dort die Kapulinskis, deren Herz für den BVB schlägt. Welten trennen sie. Und doch verliebt sich Roland (Dominik Brünning), genannt Ronaldo, in die schwarzgelbe Julia (Alma Gildenast). Nur von ihr nimmt der Schalker Jung einen Fan-Schal an, von dem er die Krätze kriegen sollte.

Rolands Familie ist entsetzt. Wie kann man sich ein "Lüdenscheider" Mädel anlachen? Papa Kapulinski (Martin Zaik) sieht das ähnlich: "Vergiss den Pannekopp!", verdonnert er die Tochter. Typenkomik, Hasstiraden, Fan-Folklore bilden den Treibstoff auch der TV-Fassung, die Claus Schmitz auf Sitcom trimmte.

Tolle Werbung für Mondpalast

"Wir mussten den Stoff straffen, sonst funktioniert er nicht im Fernsehen", so der Regisseur. Schmitz zeichnete zweimal vor Publikum auf, einmal ohne, und kitzelte in der Montage die Essenz aus dem Stück. Das Ergebnis überzeugt, findet auch Mondpalast-Chef Christian Stratmann: "Da entsteht eine neue Geschwindigkeit, die mir gut gefällt. Ich hoffe auf viele Zuschauer, denn für uns ist der Film natürlich eine tolle Werbung."

Sendetermin: Samstag, 9.4., um 20.15 Uhr im WDR-Fernsehen.

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