Einsatz von Zoo-Detektiven wäre denkbar

Gemeinsame Initiative

Immer wieder verschwinden Tiere in nordrhein-westfälischen Zoos. Angesichts der Diebstahl-Serie könnten sich die Zoos zusammenschließen und Detektive mit der Spurensuche beauftragen. „Es wäre möglich, dass wir zeitgleich zur Arbeit der Polizei die Initiative ergreifen und versuchen, eine Spur zu den Tätern zu finden“, sagte Wolfgang Dreßen, Direktor des Krefelder Zoos, am Mittwoch.

NRW

16.12.2015, 15:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei rund 30.000 bis 40.000 Euro wertvolle Hyazinth-Aras (Papageien) wurden aus dem Krefelder Zoo gestohlen.

Zwei rund 30.000 bis 40.000 Euro wertvolle Hyazinth-Aras (Papageien) wurden aus dem Krefelder Zoo gestohlen.

„Wir sprechen hier schließlich von einem gut organisierten und europaweiten illegalen Tierhandel.“ Auch der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) rechnet mit einer Reaktion der Zoos, spricht aber eher von einem besseren Schutz: „Die jüngste Serie ist so gravierend, dass die Zoos nachlegen werden“, sagte VdZ-Geschäftsführer Volker Homes der Deutschen Presse-Agentur.

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Hyazinth-Aras und Goldene Löwenäffchen

Nach dem erneuten Diebstahl im Krefelder Zoo am Montag fehlt von den beiden geklauten Hyazinth-Aras noch jede Spur. „Die Tiere werden wir auch nicht zurückbekommen“, sagte Dreßen. Er schließt nicht aus, dass die Papageien im Ausland „gewaschen“ werden, dort also „saubere“ Papiere für die Beute ausgestellt und die Vögel erneut auf dem Markt zum Kauf angeboten werden.

Die Aras aus dem brasilianischen Regenwald gehören zu den besonders geschützten Tierarten. Im Sommer hatten Diebe bereits drei Goldene Löwenäffchen in Krefeld gestohlen.

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Im Dortmunder Zoo sind seit dem Tod des Humboldt-Pinguins zwei weitere junge Pinguine verschwunden. Zuvor gab es im Dortmunder Zoo bereits einen anderen mysteriösen Vorfall: Im November wurde Seelöwin „Holly“ unter bislang ungeklärten Umständen tot aufgefunden. 

von dpa