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Eissporthalle: Kuchnias bezichtigen Verein der Lüge

rnZustand der Halle war bekannt

Zwischen den ehemaligen Pächtern der Eissporthalle Unna und dem Verein „Unna braucht Eis“ herrscht offenbar frostige Stimmung. Familie Kuchnia bezichtigt den Verein der Lüge: Bereits 2015 sei dem zweiten Vorsitzenden des Vereins der Zustand der Halle bekannt gewesen.

Unna

, 13.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Während der Verein „Unna braucht Eis“ mithilfe eines Antrags nach dem Informationsfreiheitsgesetz versucht, an ein Architekturgutachten aus dem Jahr 2014 zum Zustand der Eissporthalle zu kommen, wirft die ehemalige Pächterfamilie Kuchnia dem Verein nun vor, den Zustand der Eissporthalle lange vor der im Juli erfolgten Besichtigung gekannt zu haben. Die Überraschung über den „desolaten Zustand“ seitens des Vereins sei daher nicht nachvollziehbar.

Ganz konkret richtet die Familie Kuchnia diesen Vorwurf an den zweiten Vorsitzenden von „Unna braucht Eis“: Andreas Pietsch habe bereits im Jahr 2015 Einblick in alle Kostenaufstellungen bekommen, die für eine Sanierung der Eissporthalle notwendig wären. Darunter seien unter anderem Kostenschätzungen für die Erneuerung der Eisaufbereitungsanlage sowie die Modernisierung des Brandschutzes gewesen, so die Kuchnias gegenüber unserer Zeitung. „Jetzt so zu tun, als wäre das alles überraschend, ist einfach eine Lüge“, sagt Silvia Kuchnia.

Eissporthalle: Kuchnias bezichtigen Verein der Lüge

Uwe und Silvia Kuchnia bei der Besichtigung der Eissporthalle durch die Bürgerinitiative „Unna braucht Eis“ am 16. Juli 2018. © UDO HENNES

Die Pächterfamilie hatte im Sommer und Herbst 2015 gemeinsam mit Andreas Pietsch und zwei weiteren Beteiligten ein Konzept aufgestellt, das die Sanierung und den Aus- und Umbau der Eissporthalle zu einem Eissportzentrum inklusive Jugendhotel umfasste. In dem Konzept, das unserer Zeitung vorliegt, wird der schlechte bauliche Zustand der Eissporthalle erwähnt – mit einer indirekten Schuldzuweisung: „Die Halle selbst befindet sich in einem Renovierungsstau, da es ein städtischer Bau ist.“

„Andreas Pietsch hat gewusst, wie es in der Halle aussieht und er kannte die Kosten, die anfallen, wenn man die Halle saniert. Wir haben sie schließlich zusammen besprochen, als wir 2015 für dieses Projekt zusammenkamen“, sagt Silvia Kuchnia. Andreas Pietsch war am Montag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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Der Verein „Unna braucht Eis“ hatte sich zuletzt über die mangelnde Informationsbereitschaft der Stadtverwaltung und der Wirtschaftsbetriebe beschwert. Konkret fordert der Verein Einsicht in ein Architektengutachten zum Zustand der Eissporthalle aus dem Jahr 2014 sowie eine Inventarliste der Eissporthalle. Mit einem Antrag nach dem Informationsfreiheitsgesetz versucht der Verein derzeit, diese Informationen auf juristischem Wege zu erlangen.

Kontakt zur ehemaligen Pächterfamilie Kuchnia haben die Vereinsmitglieder laut ihrem ersten Vorsitzenden Wilhelm Ruck derzeit nicht.

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