Elektronischer Aufenthaltstitel sorgt für lange Schlangen

Ausländerbüro

Das rot-weiße Flatterband steht bereit im Erdgeschoss des Rathaus-Westflügels. Vor allem in den Morgenstunden ist es im Einsatz, um den Ansturm auf das Ausländerbüro in geordnete Bahnen zu lenken. Sicherheitskräfte stehen bereit.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 24.04.2012, 07:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Elektronischer Aufenthaltstitel sorgt für lange Schlangen

„Beim Thema Personal hätten wir schneller reagieren können“, räumt Büroleiter Hans Weckmüller ein. Seit der Einführung des elektronischen Aufenthaltstitels (EAT) im September des vergangenen Jahres, kommt das Ausländerbüro der Arbeit nicht hinterher (RN berichteten). Die Zahl der Fälle, die im Ausländerbüro bearbeitet werden, habe sich um die Hälfte erhöht. „Die Zahl unserer Kunden hat sich in den zehn Jahren vervierfacht, die unseres Personals verdreifacht“, so Weckmüller. Man biete den Kunden inzwischen feste Termine an und ziehe dringende Fälle vor. So hat sich die Situation im Rathausflur etwas entspannt.

Doch das nächste Problem steht bereits vor der Tür. „Die Räume sind zu klein geworden“, sagt Braun. Einige Teile wurden bereits auf die andere Seite des Willy-Brandt-Platzes ausgelagert. „Nun können wir nicht mehr expandieren. Wir brauchen aber deutlich mehr Platz“, sagt Braun. Mehr Platz für Sachbearbeiter, die sich inzwischen nicht mehr nur Einzelpersonen, sondern ganzen Familien gegenübersitzen sehen. Mehr Platz aber auch im Wartebereich. „Wir erstellen derzeit ein Raumkonzept“, sagt Braun, der noch nicht sagen kann, wie viele Quadratmeter mehr es denn sein sollen. Anschließend müssten Stadt und Zentrale Dienste sehen, wo sie diesem Bedarf gerecht würden.