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Elektrosmog durch Hochspannungsleitung

Film informierte Anwohner

Die Zahlen und Fakten über "Elektrosmog", die Reinhard Wegener von der IG "Vorsicht-Hochspannung Do-Süd" am Donnerstag vorstellte, sind beinahe so erschreckend wie die gesundheitlichen Folgen, die den Anwohnern von Hochspannungsleitungen drohen.

LÜCKLEMBERG

von Von Christian Stein

, 14.01.2011 / Lesedauer: 3 min
Elektrosmog durch Hochspannungsleitung

Vom Umspannwerk in Kruckel führt die im Jahr 1937 errichte Hochspannungsleitung elf Kilometer durch den Dortmunder Süden. Manche Häuser - wie hier in Wellinghofen - stehen nur wenige Meter von den Masten entfernt.

Sein Kollege Thomas Guth behauptet, dass viele Menschen, die in Lücklemberg und Umgebung im Schatten der Leitungsmasten leben, die Krankheiten aufweisen, die das Bundesamt für Strahlenschutz für "möglich" halten: Alzheimer und Kinderleukämie. "Beweise, dass Hochspannung dafür verantwortlich ist, haben wir nicht", betont der Anwohner aus der Schneiderstraße. Dass die Bürger nichts gegen das gesetzlich vorgeschriebene Limit von 100 Mikrotesla unternehmen können, ist den Aktivisten klar. Sie fordern dennoch, dass RWE dem Versprechen aus dem letzten Jahr nachkommt, die 74 Jahre alte Leitung zu sanieren und für mehr Transparenz zu sorgen. "Siedlungen wie bei uns würde es im Ausland aus Sicherheitsgründen nicht mehr geben", weiß Reinhard Wegener.

Aber nicht nur, dass sich die Bewohner vor den Gesundheitsrisiken fürchten. Die Menschen haben Angst, dass ihre Heimat Lücklemberg, ein Stadtteil, der über die Grenzen von Dortmund hinaus einen guten Ruf genießt, an Wert verliert. "Wenn die Bergfeld-Siedlung noch zum Verkauf stehen würde, hätte die Stadt mit einem Wertverlust von 15 Millionen Euro zu kämpfen", stellte Michael C. Meurer, Mathematiklehrer und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, fest. Sascha Wegner, Mitglied der Interessengemeinschaft, gab sogar zu, dass er in diesen Tagen auf der Suche nach einem neuen Zuhause ist. Wie vermutlich viele andere Anwohner.