Elfjährige strandete am Parkhaus Barop

DSW21-Bus fuhr plötzlich Umleitung

Die elfjährige Jana Voß wollte eigentlich mit dem Bus zum Karate-Training. Doch aufgrund eines Verkehrsunfalls musste der Bus eine Umleitung fahren. Für das Mädchen begann eine Odyssee.

OESPEL

, 08.12.2016, 15:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Elfjährige strandete am Parkhaus Barop

Jana Voß wollte eigentlich nur ein paar Stationen mit dem 470er Richtung Oespel-Kley fahren, landete dann aber wegen eines unplanmäßigen Linienwechsels des Busses in Barop.

War es nun eine Verkettung unglücklicher Umstände oder sind bei der DSW21 Fehler gemacht worden? Restlos aufzuklären ist der Fall der elfjährigen Jana Voß, die aus Lütgendortmund mit dem Bus nach Kley wollte und letztlich in Barop "strandete", nicht.

Die Geschichte: Am Montagabend vergangener Woche stieg das Mädchen an der Haltestelle "Kaubomstraße" um 17. 37 Uhr in die Linie 470, um zum Karate-Training bei DJK Oespel-Kley zu fahren. Normalerweise steigt sie dafür an der Haltestelle "Kleybredde" aus.

Wegen Verkehrsunfall

Der aus Mengede kommende Bus musste wegen eines Verkehrsunfalles auf dem Lütgendortmunder Hellweg dann allerdings kurzfristig eine Umleitung über die Straßen Alter Hellweg, Overhoffstraße in Richtung Endhaltestelle "S-Bahn Oespel" fahren. "Darüber informierte die Busfahrerin die Fahrgäste auch", erklärte Janas Vater Karsten Voß, "die Fahrerin sagte aber auch, dass der Bus auf die Linie 440 wechselt." Normalerweise wird erst ab der Endhaltestelle "S-Bahn Oespel" aus der Linie 470 die 440 in Richtung Flughafen.

Durch diesen vorgezogene Wechsel entfielen wiederum mehrere planmäßige Haltestellen der Linie 470. Unter anderem auch die "Kleybredde". Dass also jemand, der dorthin wollte, eine Haltestelle die von beiden Linien angefahren wird, nutzen sollte, darüber habe es allerdings keine Informationen durch die Fahrerin gegeben, versichert der besorgte Vater.

Nicht Bescheid gegeben

"Hätte das Mädchen sich bei der Fahrerin gemeldet, hätte sie diese aber in der Nähe der Haltestelle Kleybredde rausgelassen", erklärt DSW21 Sprecherin Britta Heydenbluth auf Anfrage eine Option für einen derartigen Fall. So nahmen die Dinge allerdings ihren Lauf: Das Mädchen blieb im Bus sitzen und fuhr weiter auf der Linie 440 in Richtung Süden.

Wohl zu ihrem Glück, jedoch zum Ärger der übrigen Fahrgäste, endete der Bus, der nach der Umleitung DSW-intern nur noch als "Pendelbus" firmierte, dann an der Haltestelle "Barop Parkhaus"  – und damit deutlich vor der regulären Endhaltestelle "Dortmund Airport". "Die Fahrerin sagte, dieser Bus würde für eine Dienstfahrt benötigt", berichtet die Elfjährige, "und man solle den folgenden Bus nehmen."

"Es war schon dunkel"

Für Jana stellte das allerdings keine Option dar, da sie sich nur mit der Linie 470 auskannte. Wie sie mit der 440 zurück nach Lütgendortmund gelangen könnte, wusste sie zu dem Zeitpunkt nicht. So informierte sie per Handy ihren Vater, wo sie sei. Der holte sie sofort mit dem Auto aus Barop ab. "Es war ja schließlich schon dunkel und da macht man sich entsprechend Sorgen, dass etwas passieren kann", sagt Karsten Voß.

An der Haltestelle "Barop Parkhaus" sei die Fahrerin von einigen verärgerten Fahrgästen leider massiv angegangen und auch beschimpft worden, nannte Britta Heydenbluth den Grund, warum die Fahrzeugführerin dort nicht bemerkt habe, dass das Mädchen Hilfestellung benötigte oder von der Situation überfordert war. "Insgesamt ist das Ganze sicherlich unglücklich gelaufen. Wir bedauern diesen für das Mädchen unangenehmen Vorfall sehr", schließt die DSW21 Sprecherin.

 

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