Eltern, Lehrer und Schüler drängen auf Neuregelung

Klassenfahrten

Nach dem Brandbrief der Direktoren Bochumer Gymnasien zum drohenden Ausfall mehrere Klassenfahrten, melden sich nun sowohl Schüler, Eltern als auch Lehrer zu Wort. Sie drängen auf eine Neuregelung. Doch die wird es erst Ende März geben können, erklärt der Bochumer SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Eiskirch.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 07.02.2013, 07:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klassenfahrten und -ausflüge wie dieser hier könnten demnächst eine Seltenheit werden - dagegen protestieren jetzt auch Schüler, Eltern und Lehrer.

Klassenfahrten und -ausflüge wie dieser hier könnten demnächst eine Seltenheit werden - dagegen protestieren jetzt auch Schüler, Eltern und Lehrer.

Bislang hätten sich die Landesregierungen, egal welcher Couleur, sehr gemütlich darauf eingestellt, dass Lehrer ihre Dienstfahrten selbst bezahlen. „Nun muss sie zeigen, ob sie die Bildungs- und Erziehungsarbeit an Schulen generell zu unterstützen gedenkt“, so Richter weiter. Die Lehrerschaft der Theodor-Körner-Schule, die eine Vorreiterrolle im Protest einnimmt, sieht ebenfalls die Politik in der Verantwortung. Die Schülervertretung hebt den pädagogischen Wert der Fahrten in den Vordergrund und beklagt, dass nun „willkürlich“ Klassenausflüge wegfallen würden. Die CDU will mit einem Antrag im Landesparlament vorpreschen und fordert zwölf Millionen Euro für die Reisekosten der Lehrer im NRW-Haushalt.

„Das ist natürlich ein Thema für uns“, sagt auch Thomas Eiskirch (SPD). Er sei dankbar für die Briefe, betont jedoch: Erst mit dem Beschluss über den Haushalt 2013 könne daran etwas geändert werden. Der steht für Ende März auf der Tagesordnung des Parlaments. Die Regierung habe jedoch derzeit gar keine andere Möglichkeit, als die Ausgaben so zu regulieren. Denn als das Urteil gefällt wurde, sei der Haushalt 2013 schon erarbeitet gewesen, so Eiskirch. Die Politik könne ihn nun im Laufe der Beratungen ändern. „Wir sind in den Gesprächen drin“, sagt Eiskirch. Der Erfolg der Lehrer im Rechtsstreit mit dem Land dürfe nicht zulasten der Schüler gehen. Bis Ende März jedoch können keine weiteren Ausflüge genehmigt werden.