Eltern stärken arbeitswilligen Erzieherinnen den Rücken

Kita-Streik

WICHLINGHOFEN Jede Menge böses Blut gibt es vor dem städtischen Kindergarten in Wichlinghofen. Die Erzieherinnen, die das Streiken satt haben und ihre Arbeit wieder aufnehmen wollen, werden von den ver.di-Streikposten aufs Übelste beschimpft.

von Von Peter Bandermann

, 23.06.2009, 16:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eltern stärken arbeitswilligen Erzieherinnen den Rücken

Der Elternrat des städtischen Kindergartens »Am Heisterbach« erklärt sich mit den nicht streikenden Erzieherinnen solidarisch gegen den verdi-Druck

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Am Tag 2 wählte die Kindergartenleiterin den Polizeiruf 110, als ihr der Weg erneut versperrt wurde. Die Streikposten gaben nach. Seitdem seien die Erzieherinnen, so berichten empörte Mütter, Beschimpfungen „unterster Kategorie“ ausgesetzt. „Die Mitarbeiterinnen werden einem enormen psychischen Druck ausgesetzt und sind am Ende“, sagte Elternrätin Katrin Kirberg (33). „Wir Eltern sind dankbar, dass wir unseren Jobs nachgehen können.“ Susanna Bracht spricht von „Hetze“ und „massivem Diffamieren“ – die Erzieherinnen seien als „Kollegenschweine“ bezeichnet worden.

Der Elternrat des Kindergartens erklärt sich am  Mittwochmorgen solidarisch mit den Angestellten und protestiert gegen das Vorgehen der Gewerkschaft. „Es geht uns nicht um Inhalte“, so der Elternrat, „es geht uns um die Art und Weise.“ Denn Kinder würden weinen, wenn sie morgens die enge Gruppe der 30 Streikposten passieren müssen. Gewerkschafter Martin Steinmetz bezeichnet diese Vorwürfe als „groben Unfug“. Die Streikposten würden korrekt handeln und den Zugang auch nicht versperren.

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