Eltern wollen gemeinsames Lernen

Ergebnisse der Befragung

Die Stadt hat gefragt und die Eltern haben geantwortet. Das Thema Gemeinschaftsschule, so das Ergebnis einer Befragung, trifft in Bochum auf Zustimmung. Einen Vorschlag, welche Schule eine Gemeinschaftsschule werden soll, gibt es auch.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 22.11.2010 / Lesedauer: 2 min
Eltern wollen gemeinsames Lernen

Die Helene-Lange-Realschule soll zusammen mit der Gmeiner-Hauptschule die erste Gemeinschaftsschule werden.

Zwar können sich nahezu alle Hauptschulen das Modell Gemeinschaftsschule vorstellen, bei den Realschulen, die einem Zusammenschluss zur Gemeinschaftschule zustimmen müssen, sind positive Reaktion dagegen verhalten. Einzig die Helene-Lange-Realschule im Stadtbezirk Mitte möchte Gemeinschaftsschule werden. „Gegen den Willen einer Realschule ist der Modellversuch nicht zu machen“, erklärt Schuldezernent Michael Townsend.

Daher wird das Schulverwaltungsamt dem Schulausschuss in der Sondersitzung am Montag lediglich eine Gemeinschaftschule vorschlagen - bestehend aus Helene-Lange-Realschule und der nahe gelegene Hermann-Gmeiner-Hauptschule. Ebenfalls entscheiden muss der Ausschuss, wann der Modellversuch starten soll: im kommenden Schuljahr oder erst 2012. Ein entsprechender Antrag ist bis 30. November bei der Bezirksregierung einzureichen. Letztlich entscheidet aber die Landesregierung.

Unklar ist die Konzeption der neuen Schulform. „Da kommt auf beide Schulen viel Arbeit zu“, sagt Amtsleiter Ulrich Wicking. „Die Eltern reklamieren einen hohen Informationsbedarf.“ Der Befragung nach favorisieren zwei Drittel der Eltern ein gemeinsames Lernen bis Klasse sechs, anschließend ein nach Leistungen getrenntes Modell (Variante 1 und 2 der Grafik).