Emschergenossenschaft präsentiert überarbeitete Pläne

Martener Bach

MARTEN Die Emschergenossenschaft präsentierte jetzt überarbeitete Pläne für einen offenen Bachlauf im Ort. Doch nach dem Jahrhundertregen gibt es Vorbehalte gegen dieses Projekt. Die Bürger fordern eine Informationsveranstaltung.

30.05.2009, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein schmalerer Durchfahrtsbereich über das Bachbett würde garantieren, dass die Autos trockenen Reifens das Bachbett passieren könnten.“ Reinhard Gallen (Bürgerliste) hat die Pläne noch genau vor Augen. Er selbst sieht in der Maßnahme auch ein Gutes: „ Die Umgestaltung würde ein Linksabbiegen aus der Overhoffstraße in die Steinhammerstraße möglich machen. Das wäre eine gute Verkehrentlastung für Marten“, so Gallen. Doch darüber hinaus, weiß der Martener Politiker aus vielen Gesprächen, herrscht große Skepsis.

„Hausbesitzer, denen ein Teil des Bürgersteigs im Bereich des geplanten Bachs gehört, können sich mit einem offenen Bach unmittelbar vor der eigenen Haustür nicht anfreunden“, berichtet Gallen. Auch in der Bezirksvertretung Lütgendortmund sieht man der Maßnahme mit Zweifeln entgegen. Besonders nach dem Starkregen-Ereignis im vergangenen Jahr. „Da hatten wir ja bereits einen offenen Bachlauf im Ort“, so Reinhard Gallen.

Aber auch die Emschergenossenschaft hat den Starkregen miterlebt und deshalb bei den Planungen noch einmal nachgebessert, wie Michael Steinbach, Pressesprecher des Unternehmens, betont. „Von der offenen Bachführung geht keine Überflutungsgefahr aus“, versichert Steinbach. Das ist nicht möglich, weil das geschlossene Rohr, welches zum offenen Bachlauf führt, nur eine bestimmte Wassermenge durchlässt, egal wie stark es regnet.“

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