Emscherumbau in Deusen und Ellinghausen beginnt

Mehr Natur und weniger Abwässer

Drei Hochwasser-Rückhaltebecken, mehr Natur an der Emscher in Deusen: Die Emschergenossenschaft hat in den nächsten Jahren im Dortmunder Nordwesten einiges vor. Wir präsentieren eine Vorschau auf die anstehenden Arbeiten.

DEUSEN/ELLINGHAUSEN

25.02.2016, 01:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Emscherumbau in Deusen und Ellinghausen beginnt

Schmnutzwassereinleitungen in die Emscher, wie hier in Ellinghausen, gehören bald der Vergangenheit an.

Die Arbeiten, die nun anstehen sind komplex. Für einen besseren Überblick haben wir sämtliche anstehenden Maßnahmen aufgelistet und aufgeschrieben, in welchem Zeitraum sie voraussichtlich ausgeführt werden:

  • Kreyenbach:

Bereits im Laufe dieser Woche beginnt die Emschergenossenschaft mit den Vorbereitungen für den Bau des Abwasserkanals am Kreyenbach. Diese Maßnahme wird bis zirka August 2017 dauern. Im Zuge der Kanalbaumaßnahme muss der Emscher-Weg zwischen Lindberghstraße und Ellinghauser Straße gesperrt werden. Die eingerichtete Umleitung führt über Lindberghstraße, Deusener und Ellinghauser Straße.

  • Emscher in Deusen:

Ab März setzt die Emschergenossenschaft ihre Arbeiten an der Emscher in Deusen fort. Unmittelbar nördlich der Kläranlage Deusen wird der dort bereits abwasserfreie Fluss weiter naturnah umgestaltet. Auch für diese Maßnahme gilt die Sperrung des Emscher-Weges, die Umleitung ist die gleiche wie für den Kreyenbach-Kanal. Hochwasser-Rückhaltebecken Ellinghausen

Ebenfalls im März beginnt die Emschergenossenschaft mit dem Abtransport von zirka 60.000 Kubikmeter Erde, die beim Aushub des ersten Teils des neuen Hochwasserrückhaltebeckens an der Ellinghauser Straße angefallen sind. Bis 2019 sollen sukzessive auch die beiden anderen Teile des Beckens erstellt werden. Konkrete Termine für den Baubeginn der Becken gibt es noch nicht, die Emschergenossenschaft will rechtzeitig informieren.

  • Nettebach:

Ab April 2016 baut die Emschergenossenschaft zudem ab der Einmündung in die Emscher den Abwasserkanal für den Nettebach, um auch den letzten offenen Schmutzwasserlauf in Dortmund vom Abwasser zu befreien. Diese Maßnahme wird bis Herbst 2017 dauern.

Alle Infos auf einer Karte: 

  • Hintergrund:

Die Emscher ist am Oberlauf in Dortmund bereits seit Anfang 2010 abwasserfrei. Konkret bezieht sich das auf die rund 24 Kilometer lange Emscher-Strecke von der Quelle in Holzwickede bis zur Kläranlage der Emschergenossenschaft in Deusen. Auch hinter der Kläranlage ist die Emscher auf zwei Kilometer Länge noch abwasserfrei. Erst mit der Einmündung des Nettebachs erfolgt dann wieder der erste Schmutzwasserzufluss in die Emscher.

Um auch den Hauptlauf der Emscher vom Schmutzwasser zu befreien, baut die Emschergenossenschaft derzeit noch am „großen“ Abwasserkanal Emscher, der unterirdisch auf Höhe der Einmündung des Nettebachs in die Emscher beginnt und bis zum Klärwerk Emschermündung nach Dinslaken führt. Auf Dortmunder Stadtgebiet sind die Arbeiten für den Abwasserkanal aber bereits fertiggestellt.

Der Emscher-Umbau hat 1992 begonnen. Über einen Zeitraum von rund 30 Jahren investiert die Emschergenossenschaft zirka 4,5 Milliarden Euro in das Jahrhundertprojekt zur Revitalisierung der einstigen übel riechenden Köttelbecke Emscher.

 

 

 

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