Endlich geht es in Hombruch hoch hinaus

Kletterturm eingeweiht

Mehr als 20 Jahre lang stand die eigentümliche Gerätekonstruktion ungenutzt zwischen dem Hallenbad und dem Fahrradparcours. Am Samstag wurde der neue Kletterturm auf dem Gelände der Jugendfreizeitstätte an der Kieferstraße endlich eingeweiht.

Hombruch

10.04.2017, 15:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Endlich geht es in Hombruch hoch hinaus

Seit den späten 90er Jahren stand der Kletterturm an der Jugendfreizeitstätte unvollendet da. Am Samstag wurde er eingeweiht und soll künftig an festen Terminen geöffnet sein.

„Viele haben immer gefragt, was ist das hier für ein Turm“, sagt der Hombrucher Bezirksbürgermeister Hans Semmler. Der Turm sollte ursprünglich als Kletteranlage und Veranstaltungsbühne die Möglichkeiten der Jugendfreizeitstätte erweitern. Aus baulicher Sicht sprach nichts dagegen, jedoch brach der Kontakt zu der mit der Vervollständigung betrauten Firma damals nach kurzer Zeit ab.

18.000 Euro BV-Mittel

„Seitdem war das dann ein Sodagerät – es stand so da“, nimmt es Guido Preuss von der CDU mit Humor. „Die Alternative war also abreißen oder was tun und wir haben uns für das Zweite entschieden“, setzt Semmler fort. Nach einer umfangreichen Besichtigung vor zwei Jahren beschlossen die Hombrucher Bezirksvertretung und das städtische Büro für Kinder- und Jugendinteressen, den Bau endlich zu vollenden: Eine 9,5 Meter hohe und 6 Meter breite Kletterwand mit Festhaltegriffen wurde angebracht und ein Zug unter dem Dach ermöglicht die Sicherung der Kletternden mit Seilen. „Bei der Gestaltung haben wir auch die Jugendlichen selbst beteiligt, sagt Martin Ruhrmann, Fachreferent für Trendsportarten.

Klettern mit Termin

So kann der Turm künftig genutzt werden: Aus Sicherheitsgründen darf die Anlage nur in Absprache mit den Betreibern betreten werden. Erfahrene Kletterer aus Vereinen können sich hierzu an die Jugendfreizeitstätte wenden. Für Amateure soll dagegen in naher Zukunft ein regelmäßiges Angebot unter fachkundiger Aufsicht etabliert werden. „Wir denken da an ein bis zwei feste Tage pro Woche, an denen dann alle Interessierten mit Anleitung ihre Kletterkünste erproben können“, so Ruhrmann.

Außerdem soll die Konstruktion auch ihrem ursprünglichen Sekundärzweck nach als Bühne genutzt werden. Gespräche mit einer Theater-AG der Technischen Universität seien bereits erfolgt. Auch die Schaffung einer Sitztribüne am Rande des angrenzenden Fahrradparcours sei angedacht.

„Man sieht bereits, dass es nun doch eine kleine Attraktion geworden ist“, freut sich Hans Semmler über den eröffneten Kletterturm. Je nach Interessenlage, hieß es am Samstag, könne man die Möglichkeiten des Turms auch noch weiter ausbauen.

Ursprünglich sollte der Kletterturm im Herbst 2015 eröffnen. Es tauchten statische Probleme auf, zusätzliche Gerüstelemente wurden angebracht.

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