Endlich mal essen ohne Messer und Gabel

Kinderfilm "Vilja und die Räuber"

Als die zehnjährige Vilja mit ihren Eltern in den Urlaub fährt, passiert es: Im Wald stoppen Wegelagerer den Wagen und plündern die Familie aus. Irgendwie gerät auch Vilja in den Sack, schwupp wird sie entführt."Vilja und die Räuber" (Regie: Marjut Komulainen) ist ein finnischer Kinderfilm nach einem Buch von Siri Kolu, eine sympathische Abenteuer-Posse, in der nichts zum Fürchten ist.

02.09.2015 / Lesedauer: 2 min
Endlich mal essen ohne Messer und Gabel

Hele (Ilona Huhta) und Vilja (Sirkku Ullgren, r.) freunden sich an.

Schon gar nicht die Räuber. Die entpuppen sich als Familie liebenswerter Chaoten, Hippie-Punks im schwarzen Kleinbus mit Piratenflagge. Vom Kostüm her wie "Die wilden Kerle", die so wild auch nicht waren.

Die Räuberkluft zeigt an, dass hier anarchische Aussteiger und Zivilisations-Verweigerer durch die nordische Pampa stromern. Sie campieren am See, machen Lagerfeuer und essen - Gipfel der Anarchie - ganz ohne Besteck! Vilja (Sirkku Ullgren) findet Gefallen am Geschmack von Freiheit und Natur. Und wird ein echter Hotzenplotz.

Lustig ist das Räuberleben

Lustig ist das Räuberleben. Die Musik dudelt rockig burlesk, während die Bande lachhaft putzige Überfälle begeht. Womit drohen sie eigentlich? Sie machen "Buh!" - das war’s. Her mit den Süßigkeiten! Was sie an Spielzeug erbeuten, spenden die Robin Hoods dem Kindergarten.

Wettessen und Angeben

Bei der Räuber-Olympiade warten Disziplinen wie Wettessen, Frauen-Wrestling und wortreiches Angeben auf Vilja und ihre Kumpane. Kleine Prisen Spannung in einer Geschichte um Freundschaft und den Spaß am Vagabundenleben, der im iPad nicht zu finden ist. Altmodisch nette Junior-Unterhaltung, in der die Welt ein Spielplatz ist.

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