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Engagierter Nachwuchs zum dritten Mal geehrt

Wittener Jugendpreis

Sie sammeln Geld für Menschen in Not, organisieren Kleidersammlungen im Ausland und opfern oftmals ihre eigene Freizeit, um ehrenamtlich zu helfen - der "unbezahlbare Beitrag" vieler junger Wittener wurde auch in diesem Jahr wieder mit dem "Wittener Jugendpreis" geehrt.

INNENSTADT

von Von Barbara Zabka

, 25.05.2011
Engagierter Nachwuchs zum dritten Mal geehrt

Die Preisträger des diesjährigen "Wittener Jugendpreises", die für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement geehrt wurden.

„Wir wissen, dass viele Jugendliche sich in ihrer Freizeit für andere Menschen engagieren. Sie leisten damit einen unbezahlbaren Beitrag zu unserem gesellschaftlichen Leben. Leider wird dies nicht immer angemessen wahrgenommen. Das wollen wir ändern“, sagt Michael Frielinghaus, der diesjährige Präsident des Rotary-Clubs Witten-Hohenstein. Zum dritten Mal wurde jetzt der ausgelobte „Wittener Jugendpreis“ vergeben.

Eine Idee, die Jugendliche dazu motivieren soll, an ihren Zielen festzuhalten, weiterzumachen oder aber auch anzufangen. Neben den drei regulären Preisträgern gibt es in diesem Jahr erstmals einen Ehrenpreis. Für Nesthäkchen Lilith Söndgen. Sie ist mit sieben Jahren eines der jüngsten Mitglieder des Jugendrotkreuzes. Als sie vor einem Jahr von der Erdbeben-Katastrophe in Haitii erfuhr, bat Lilith um eine Spendendose. Auf eigene Faust sammelte sie in ihrer Schule knapp hundert Euro. Sie überzeugte mit den einfachen Worten: „Die Menschen dort haben alles verloren. Da muss man einfach helfen.“

Der erste Platz wurde nach eingehender Prüfung durch die Projekt-Jury an die DLRG-Jugend in Witten vergeben. Etwa tausend Heranwachsende sind dort engagiert. Neben den täglichen Aufgaben der DLRG bieten die Betreuer den jungen Mitgliedern zahlreiche Aktivitäten an. Diese reichen von Bastelnachmittagen, Ausflügen und Zeltlagern bis hin zu Weiterbildungen. Stellvertretend für diese große Jugendorganisation nahmen Laura Günther und Florian Heringhaus das Preisgeld in Höhe von 750 Euro entgegen.

Den zweiten Preis erhielt Sebastian Ludwig (19) für sein Engegment in der Ungarnhilfe im Verein Caritas St. Martin. So heißt die ungarische Partnergemeinde bei St. Pius in Rüdinghausen. Motiviert durch seine Eltern ist er dort seit zehn Jahren ehrenamtlich aktiv. Er ist unverzichtbarer Helfer bei Kleidersammlungen, Leiter der Pfadfindergruppe und Betreuer einer Kindergruppe. Viele Transporte der Hilfslieferungen nach Ungarn hat er persönlich begleitet. Freizeit und eigenen Urlaub uneigennützig in den Dienst der Sache gestellt. 500 Euro gehören ihm, seinem Engagement und Projekt. „Ich war bislang mindestens vierzig Mal vor Ort“, sagte er.

Über den dritten Platz kann sich Benedikt Sendlinger (19) freuen. Der Schwerpunkt seines Engagements ist das Kinder- und Jugendparlament. Aber das ist nicht seine einzige Aktivität. Er gehört dem Wittener Blasorchester und dem Schulorchester des Ruhr-Gymnasiums an. „Manchmal ist es schwierig, alle Dinge unter einen Hut zu kriegen. Am Ende bleibt die Freizeit auf der Strecke“, erzählt er. „Aber ich bin und bleibe dabei, weil es so unendlich viel Spaß macht.“ Er darf sich über 250 Euro Anerkennung freuen.

Mehr als zwanzig Vorschläge sind bei den Rotariern in diesem Jahr eingegangen. „Die dreiköpfige Jury hatte eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Projekten. Da ist uns die Auswahl nicht leicht gefallen“, betont Projektleiter Ulrich Hasenohr. „Vor der Entscheidung gab es viele Einzelgespräche. Aber die machten uns die Arbeit nicht leichter.“ Auch im nächsten Jahr wollen die Rotarier den Jugendpreis vergeben. Wer Vorschläge machen möchte, kann sich schon jetzt bewerben.