Entdeckungen im musikalischen Irrgarten

Wittener Tage für neue Kammermusik

20 Ur- oder Erstaufführungen an drei Tagen - das schaffen nur die "Wittener Tage für neue Kammermusik". Zum 48. Mal wird die Ruhrstadt vom 22. bis 24. April zur Bühne für die Avantgardisten und zum Donaueschingen der Region.

WITTEN

, 18.04.2016, 14:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Entdeckungen im musikalischen Irrgarten

Tabea Zimmermann, Ehefrau des Bochumer Generalmusikdirektors Steven Sloane, spielt am Freitag.

Sieben Konzerte und ein Gesprächsporträt (zu Gérard Pesson am 23.4. um 11 Uhr im Saalbau) bietet das Minifestival. Das alljährliche Porträt widmet sich Gérard Pesson. Der 1958 geborene französische Komponist war beim Festival in Witten in den vergangenen 20 Jahren bereits mehrfach vertreten. Diesmal stehen Novitäten für Trio und für Kammerorchester im Zentrum des Porträts - neben einem Kantaten-Zyklus.

Eröffnung mit Newcomern

Drei abendfüllende Zyklen prägen das Festival: Gérard Pessons "Cantate égale pays" sowie die Neuvertonung des Stummfilms "Schatten" von 1923, die Johannes Kalitzke beisteuert. Das Ensemble Recherche hebt den vierteiligen Tiepolo-Zyklus von Hugues Dufourt aus der Taufe.

Zur Festival-Eröffnung gehört am Freitag (22.4.) ab 16 Uhr die Bühne im "Haus Witten" den Newcomern. Ein Festival-Höhepunkt ist ab 20 Uhr das Konzert mit Bratschistin Tabea Zimmermann, dem Trio Catch und Quantuor Diotima im Wittener Saalbau. Um 22 Uhr schließt sich dort Gérard Pessons "Kantaten Landschaft" an.

Ausklang im Saalbau

Einen musikalischen Irrgarten für zehn Instrumente präsentiert Johannes Kalitzke am Samstag (23.4.) ab 13.30 und 16 Uhr mit seinen "Schattenspielen" im Ruhrgymnasium. Um 20 Uhr porträtiert das Ensemble Recherche "Apollo und die Kontinente" in der Blote Vogel Schule.

Mit einem Konzert zu "Austausch und Verwandlung" am Sonntag (24.4.) und einem "Echo über Reste" mit dem WDR-Sinfonieorchester ab 16 Uhr klingt das Festival im Saalbau aus.

Karten und nähere Informationen: Tel. (02302) 5812402