Entscheidung über den Umbau der Faßstraße aufgeschoben

Bezirksvertretung

Mit der Faßstraße bleibt es kompliziert. Am Dienstag schoben der gesamtstädtische Bauausschuss und die Bezirksvertretung Hörde die Entscheidung für den Umbau der Verkehrsader zwischen Hörder Zentrum um Phoenix-See auf. Zwei Gremien haben Beratungsbedarf.

HÖRDE

, 11.05.2017 / Lesedauer: 2 min
Entscheidung über den Umbau der Faßstraße aufgeschoben

Frei und gut befahrbar: So sieht die Faßstraße außerhalb der Stoßzeiten und damit die meiste Zeit des Tages aus.

Zwischen 2017 und 2019 soll die bisher vorläufige Situation an der Faßstraße festgeschrieben werden. Die schriftliche Vorlage dazu enthält einige Änderungen: breitere Fahrstreifen (5 Meter statt 4,75 Meter), deutlichere Markierungen und einer neuen Zufahrtssituation am Stiftsplatz mit einer Wendemöglichkeit über die Faßstraße.

Besonders letzterer Punkt sorgte im Bauausschuss und in der Bezirksvertretung am Dienstag für Diskussionen. Von „garantiertem Chaos“ sprachen mehrere Bezirksvertreter. Deshalb soll es bei der Zu- und Abfahrt über die Straßen Am Stift und Hermannstraße bleiben.

Es ging um Details

Es ging am Dienstag im Hörder Bürgersaal schon um Details. Zum Beschluss empfohlen hat das Stadtteil-Gremium den Umbau der Faßstraße aber trotzdem nicht. Trotz eines ausdrücklichen Appells von Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris (SPD), der eine schnelle Entscheidung bevorzugt hätte. „Sonst passiert vor September gar nichts. Und es laufen Fristen für das Fördergeld ab.“

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Mit elf Stimmen von CDU, Grüne, Linke und Piraten und gegen acht Stimmen von SPD und AfD beschloss die Bezirksvertretung, dass die weitere Planung noch einmal erläutert und möglichst in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden soll. Außerdem kritisierten alle Parteien, dass die Änderungen von der Verwaltung erst sehr kurzfristig und nur auf mehrfache Nachfrage zur Einsicht bereit gestellt worden sind.

Kritik an den Ausfahrt-Plänen 

Bereits in der März-Sitzung der Bezirksvertretung hatte Winfried Sagolla vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt die Pläne für die Stiftsplatz-Ausfahrt vorgestellt. Schon damals war die Kritik an den Ausfahrt-Plänen deutlich. „Am Ende wissen wir nicht, ob diese Pläne wirklich der letzte Stand sind“, sagte Grünen-Bezirksvertreter Klaus Tillmann am Dienstag. 

Die Bezirksvertreter wollen sich nun mit ihren Ratsfraktionen zusammensetzen. Damit nicht in der Ratssitzung am 1. Juni schon etwas entschieden wird, was vor Ort niemand mitträgt. Die Bezirksvertretung tagt zum nächsten Mal erst wieder am 29. Juni. 

Der Umbau der Faßstraße soll rund 4,3 Millionen Euro kosten. Ziel ist es laut der Stadtverwaltung die Straße „städtebaulich aufzuwerten und die Barrierewirkung zu reduzieren.

Kritik an den Plänen zum Umbau der Faßstraße kommt auch von engagierten Radfahrern der „Velo City Ruhr“. An der Strecke liegen mit Polizei, Sparkassen-Akademie, Volksbank und Phoenix-See wichtige Ziele und die Strecke ist eine Alternative zur Fahrt durch das Hörder Zentrum. „Die Stadt steht daher in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass man die Faßstraße sicher mit dem Rad befahren kann“, sagt Norbert Paul von „Velo City Ruhr“„Velo City Ruhr“ wünscht sich einen Radfahrstreifen mit einer Mindestbreite von zwei Metern. In den Plänen der Stadt sind 1,85 m breite Radwege vorgesehen.

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