Ergreifende Erinnerungen an den 9. November 1938

Gedenkfeier

Vor genau 75 Jahren, am 9. November 1938, riefen die Nazis zur Reichspogromnacht. Im Zuge dieser verwüsteten sie jüdische Geschäfte und Synagogen und steckten diese in Brand. Auch in Bochum fielen die jüdischen Gotteshäuser und Geschäfte der Zerstörungswut der Nazis zum Opfer.

BOCHUM

von Von Anke Schröder

, 10.11.2013, 17:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Samstagabend gedachten viele Bochumer den Geschehnissen vom 9. November 1938.

Am Samstagabend gedachten viele Bochumer den Geschehnissen vom 9. November 1938.

Beide Familienväter wurden im Zuge der Reichspogromnacht ins Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert, jedoch im Dezember desselben Jahres wieder freigelassen. Danach begann für die jüdischen Familien eine Reihe von Schikanen. Nur 30 der insgesamt 60 Bochumer Familien gelang die Flucht. Die anderen – unter ihnen auch die Familien Jacob und Seidemann – wurden nach Zamosc, einem Vernichtungslager in Polen, deportiert. Anschließend an die Vorträge legten die Bochumer im Andenken an die Geschehnisse und Opfer Kränze an den Stelen in der Harmoniestraße nieder. Einige zündeten Kerzen an und stellten sie auf das Denkmal. „Es ist einfach nur traurig zu hören, was die Menschen damals zu erleiden hatten“, sagt eine Bochumerin. „Es berührt mich immer wieder tief. Damit so etwas nicht wieder passiert, ist es wichtig, immer wieder daran zu erinnern.“