Ernüchterung bei Bayram Kollu

Westfalenliga

An der Dickebank macht sich nach dem 1:1-Remis gegen den Tabellennachbarn Ernüchterung breit. Enttäuschte Gesichter gab es auch beim TuS Hordel.

BOCHUM

von Von Nils Rimkus

, 30.09.2012, 20:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ron Berlinski schoss die DJK TuS Hordel mit einem Doppelpack in der Verlängerung in das Viertelfinale des Westfalenpokals.

Ron Berlinski schoss die DJK TuS Hordel mit einem Doppelpack in der Verlängerung in das Viertelfinale des Westfalenpokals.

SC Hassel - DJK TuS Hordel 4:0 (2:0)

Bereits nach sechs Minuten geriet der TuS Hordel in Rückstand, und das 0:2 fiel nach rund einer halben Stunde. "Dabei hatten wir insgesamt mehr Ballbesitz und auch die Kontrolle über das Spiel, aber eben auch nicht eine wirklich zwingende Chance", resümierte Hordels Trainer Frank Wagener. Sein Team stellte das spieltechnisch bessere Team, aber Hassel nutzte die Chancen, wo sie sich boten. So kam es zum 0:3 und 0:4 innerhalb von vier Minuten. Vorausgegangen waren zwei Standards, und "die Tore waren echte Giraffenbälle", spielte Wagener auf die langen Kerls im Hasseler Team an, die dank ihrer Lufthoheit die Tore und damit den Sieg perfekt machten.

Die personell gebeutelte Hordeler Mannschaft tat ihr Mögliches, aber das war eindeutig nicht genug. "Wir wussten um die personellen Schwierigkeiten, hoffte dennoch auf einen Punkt", so Wagener. "Dabei war die Abwehr der Hasseler gar nicht unüberwindlich - aber wir könnten jetzt noch spielen und hätten kein Tor geschossen!"

DJK TuS Hordel: Kampschäfer, Sell, Severich, Debskio, Ginczek, A. Wagener (46. Thormann), Bastürk, Siekiera (46. Seifert), Krüger (58. Berlinski), Büscher, Rudolph.

Tore: 0:1 (6.), 0:2 (32.), 0:3 (48.), 0:4 (52.).

SW Wattenscheid 08 - Eving-Lindenh. 1:1 (1:0)

An der Dickebank hatte man sich auf jeden Fall mehr versprochen als "nur" den einen Punkt, der am Ende raussprang. "Aber es war nicht mehr drin", gab Wattenscheids Trainer Bayram Kollu zu. "Das war ernüchternd für mich. Wir spielen nicht das, was wir spielen können."

Gegen überraschend offensivstarke Eving-Lindenhorster war seine Mannschaft meist gebunden und mit Verteidigen beschäftigt. Kollu: "Nur Zwischendurch konnten wir beweisen, dass wir guten Fußball spielen können." So war auch die 1:0-Führung durchaus folgerichtig: Charly Kuntz traf nach einem Standard (43.) kurz vor der Pause. Der Ausgleichstreffer kam durch einen verwandelten Elfmeter zustande, den der gegnerische Spielertrainer Dimitrios Kalpakidis geschickt herausgeholt hatte. Als Eving-Lindenhorst dann auf den zweiten Treffer drängte, hielt Wattenscheids Keeper Möller seinen Kasten sauber und rettete das Remis. "Da können wir uns bei Christian Möller bedanken", lobte Coach Kollu und redete dann Klartext. "Die Erwartungen waren groß. Aber es dürfte jetzt an der Dickebank jedem klar geworden sein, dass wir gegen den Abstieg spielen. Und jetzt konzentrieren wir uns voll auf das Derby gegen Hordel."

SW Wattenscheid 08: Möller, Bartsch, Kaiser, Nowak, Kokoschka (75. Merhi), Grams (77. Martelli), Hildebrandt, Kuntz (64. Aktas), Kann, Vural, Löhr.

Tore: 1:0 (43.) Kuntz, 1:1 (62.) 11m

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte Fischer.